Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 01.10.2021 | ±4 Minuten Lesezeit

Bevor Sie nach Indien reisen, ist es wichtig, dass Sie sich mit den finanziellen Aspekten Ihrer Reise vertraut machen. Das betrifft nicht nur den Kauf von Flugtickets und die Beantragung eines Visums Indien, sondern auch den Geldwechsel und die Zahlungsgewohnheiten im Lande.

Die Rupie

In Indien wird mit der Rupie (INR) bezahlt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts entspricht 1 Rupie 0,012 €. Obwohl Sie gleich nach Ihrer Ankunft in Indien am Flughafen schon Rupien kaufen können, wird dies im Allgemeinen nicht empfohlen. Die Transaktionsgebühren sind hier höher. Stattdessen können Sie eine kleine Menge am Flughafen kaufen und den Rest außerhalb des Flughafens. Sie können das an Geldautomaten mit Ihrer eigenen Bankkarte oder in Wechselstuben erledigen. Diese Wechselstuben sind fast überall in Indien zu finden, obwohl sie in ländlichen Gegenden seltener sind. Achten Sie darauf, dass Sie bei den Abhebungen an Geldautomaten “without conversion” wählen. Das bedeutet, dass der Wechselkurs von Ihrer eigenen Bank bestimmt wird, was oft zu niedrigeren Kosten führt.

Hinweis: Vergessen Sie nicht, Ihre Bankkarte für die Verwendung außerhalb Europas zu aktivieren. Die meisten Banken haben ihre Bankkarten nur für die Verwendung innerhalb Europas eingeschaltet. Um Ihre Bankkarte außerhalb Europas nutzen zu können, müssen Sie das selbst über Ihre Bank aktivieren.

Die Verwendung des Bargeldes und der Debitkarte

In den letzten Jahren ist die Verwendung von Debit- und Kreditkarten in Indien immer normaler geworden. Das gilt insbesondere für größere Zahlungen, z. B. bei der Buchung eines Hotels oder Restaurants oder bei der Anmietung eines Autos. Bei diesen Unternehmen werden Debitkarten mit Maestro-Logo fast immer akzeptiert.

Dennoch ist Bargeld immer noch die beliebteste Zahlungsmethode in Indien. Das ist vor allem bei kleineren Einkäufen, wie z. B. dem täglichen Einkauf oder einer kleinen Mahlzeit oder einem Getränk in einem Café oder Geschäft, der Fall. Sie benötigen auch Bargeld, um Eintrittskarten für beliebte Touristenattraktionen zu kaufen.

Trinkgeld

Ein weiterer Grund, warum es praktisch ist, immer Bargeld in der Tasche zu haben, ist, dass von Ihnen erwartet wird, dass Sie den/der Kellnern/-innen Trinkgeld geben. Die Löhne für Kellner in Indien sind im Allgemeinen niedrig und sie sind teilweise auf Trinkgelder angewiesen, um über die Runden zu kommen. Die Höhe des Trinkgeldes richtet sich nach dem Preis, den Sie bezahlt haben. In einigen Restaurants ist das Trinkgeld bereits in der Gesamtsumme enthalten, aber wenn nicht, wird von Ihnen trotzdem erwartet, dass Sie ein Trinkgeld von etwa 10 % des Gesamtpreises geben. Wenn der Gesamtbetrag höher als 1000 Rupien ist, reicht ein Trinkgeld von 5 %. Obwohl Sie aus hygienischen Gründen in Indien nicht auf der Straße essen sollten, haben Sie hier den Vorteil, dass Sie kein Trinkgeld zahlen müssen. Für andere Dienstleistungen, wie z. B. das Tragen Ihres Gepäcks oder eine Taxifahrt, reicht ein Trinkgeld von etwa 200 Rupien.

Feilschen auf Märkten

Indiens Straßenmärkte sind in der ganzen Welt berühmt. Die attraktiven Produkte und die lebendige Atmosphäre der indischen Märkte können Sie nirgendwo anders finden. Einige der berühmtesten Straßenmärkte in Indien sind der Arpora Saturday Night Market in Goa, der Sarojini Market in Delhi und der Baapu Bazaar in Jaipur.

Eines sollten Sie jedoch im Voraus wissen: Zahlen Sie niemals den ersten Preis, den die Marktverkäufer/innen vorschlagen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie ein Tourist sind, da Sie von den/der Verkäufern/-innen als leichte Beute angesehen werden. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass die Inder/-innen heutzutage von einem “indischen Preis” und einem “Ausländerpreis” für die Produkte auf den Straßenmärkten sprechen. Obwohl die Preise, die Ausländer auf den Märkten bezahlen müssen, sehr billig erscheinen können, sind sie oft viel teurer als das, was die lokale Bevölkerung zahlen würden.

Es gibt einige Möglichkeiten, um herauszufinden, ob Sie auf dem Markt zu viel für ein Produkt bezahlen. Sie können beispielsweise, bevor Sie auf den Markt gehen, Geschäfte mit festen Preisen aufsuchen. Auf diese Weise können Sie herausfinden, was die Produkte normalerweise kosten. Wenn Sie auf einem Markt etwas finden, das Ihnen gefällt, können Sie weitergehen und schauen, ob das gleiche Produkt auch an einem anderen Marktstand angeboten wird. Das ist häufig der Fall. Somit können Sie die Preise vergleichen, bevor Sie einen Kauf tätigen.

Aber Sie brauchen auch nicht um alles zu feilschen. Wie bereits erwähnt, sind die Preise in Indien für westliche Touristen im Allgemeinen niedrig. Selbst wenn Sie den vollen Preis zahlen, werden Sie keine großen Verluste haben.

Das Visum Indien in Euro bezahlen

Bei der Beantragung des obligatorischen Visums Indien brauchen Sie den Wechselkurs nicht zu berücksichtigen. Sie können das Visum einfach in Euro bezahlen. Außerdem können Sie das elektronische Touristenvisum für Indien, das eTourist-Visum, einfach online beantragen, ohne dass Sie dafür zur Botschaft gehen müssen.

Damit Sie die digitale Version des Visums Indien verwenden können, müssen Sie einige Voraussetzungen für die Einreise mit diesem Visum erfüllen. Ihr Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein und Sie dürfen sich bis zu 90 aufeinanderfolgende Tage in Indien aufhalten. Das Visum Indien hat eine Gültigkeitsdauer von 365 Tagen.

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel aus unserer Rubrik „Aktuelles“ über das Visum für Indien ist bereits älter als ein Jahr. Möglicherweise enthält er veraltete Informationen und Ratschläge, daher können wir für den Inhalt dieses Artikels keine Gewährleistung mehr bieten. Verreisen Sie demnächst und möchten Sie wissen, welche Regeln derzeit gelten? Lesen Sie dann alle aktuellen Informationen über das Visum für Indien.