Artikel aus der Rubrik „Aktuell" | | 08.09.2020 | ±2 Minuten Lesezeit

In den letzten Jahren reisen weltweit immer mehr Menschen immer weiter und nehmen auch häufiger das Flugzeug. Vietnam ist bei Deutschen, Österreicher/-innen und Schweizer/-innen ein beliebtes Reiseziel. Eine Flugreise nach Vietnam kann jedoch negative Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und die Umwelt haben. In diesem Artikel geben wir einige Tipps, wie Sie Natur und Kultur schonen und so nachhaltiger reisen können.

Natürlich ist es nie möglich, hundertprozentig nachhaltig zu reisen, aber ein guter erster Schritt ist, sich mit den möglichen nachteiligen Folgen einer Reise nach Vietnam auseinanderzusetzen. Reisende können sich z.B. vor der Abreise über die lokalen Normen, Werte und Bräuche in Vietnam informieren. Darüber hinaus können sie sich bei der Beantragung eines Visums für Vietnam dafür entscheiden, die CO₂-Emissionen des Fluges zu kompensieren.

Unterstützung der lokalen Bevölkerung und Wirtschaft

Zunächst einmal können Sie bewusst bevorzugt die lokale Wirtschaft in Vietnam unterstützen. Indem Sie Unterkünfte und Restaurants nutzen, die von Einheimischen betrieben werden, stärken Sie die lokale Wirtschaft. So können Reisende zum Beispiel besser in lokalen Restaurants statt in großen, internationalen Ketten essen, Produkte aus der Region und Souvenirs in lokalen Geschäften kaufen und Touren oder Ausflüge bei lokalen Veranstaltern buchen.

Darüber hinaus sollten Sie die Gebräuche und die Kultur des vietnamesischen Volkes berücksichtigen. Es zeugt von Respekt, wenn Sie sich an Bekleidungsvorschriften halten, indem sie z.B. in Tempeln ihre Knie und Schultern bedecken und mit der lokalen Bevölkerung so umgehen, wie diese Menschen untereinander umgehen. Machen Sie nicht unaufgefordert Fotos von Menschen, sondern bitten Sie zuerst um Erlaubnis. Viele Vietnamesen schätzen es nicht, fotografiert zu werden, und es ist sogar verboten, Polizisten oder Soldaten zu fotografieren.

Kompensation der durch den Flug verursachten CO₂-Emissionen

Nicht nur der Aufenthalt in Vietnam selbst, sondern auch der Flug dorthin kann sich negativ auf das Klima auswirken. Um den CO₂-Ausstoß der Flugreise so gering wie möglich zu halten, empfiehlt es sich, wenn möglich, einen Direktflug ohne Zwischenlandungen zu nutzen. Beim Start und Aufsteigen wird nämlich sehr viel Kerosin verbraucht.

Darüber hinaus können Sie die CO₂-Emissionen der Reise kompensieren, indem Sie Projekte unterstützen, die den CO₂-Ausstoß an anderen Orten reduzieren. Beim Antrag für das Visum Vietnam können Sie auf dem Antragsformular angeben, dass Sie die durch den Flug verursachten CO₂-Emissionen kompensieren möchten. Wenn Sie ein Häkchen in diesem Feld setzen, wird ein Betrag - abhängig vom Reiseabstand - in Rechnung gestellt, der in voller Höhe an eines der GreenSeat-Klimaprojekte weiterüberwiesen wird.

GreenSeat betreibt im Moment 3 große Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika und Indien. Dank dieser Projekte bekommen Haushalte in Afrika Zugang zu Holzkohleöfen und Biogas, wodurch das Kochen auf offenem Feuer überflüssig wird und die Abholzung der Wälder vermindert wird. In Indien werden Windmühlen gebaut, die die umweltverschmutzenden Kraftwerke teilweise ersetzen können. Alle GreenSeat-Projekte haben die VCS- und Gold-Standard-Gütesiegel-Zertifizierung erhalten. Damit lässt sich beweisen, dass die Projekte die internationalen Kriterien erfüllen und tatsächlich die berechnete CO₂-Menge kompensieren.