Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 21.12.2020 | ±4 Minuten Lesezeit

Das Erste, woran die meisten Menschen denken, wenn sie Kambodscha hören, sind die Tempel von Angkor Wat, aber das Land hat noch viel mehr Schätze zu bieten. Verlassen Sie die ausgetretenen Pfade und erleben Sie während Ihrer Reise auch die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten des Landes. Denken Sie bei der Planung Ihrer Reise auch daran, einen Antrag für ein Visum Kambodscha zu stellen.

Tempelanlagen

Viele Südostasien-Reisende machen nur einen kurzen Stopp in Kambodscha, um Angkor Wat zu besichtigen und reisen dann gleich weiter nach Vietnam, Thailand oder Laos. Das ist schade, denn es gibt viele andere schöne Stätten in Kambodscha, die einen Besuch wert sind. Natürlich ist die beeindruckende Tempelanlage von Angkor Wat ein Pflichtbesuch bei einer Kambodscha-Reise, aber da die Tempel weltberühmt sind, kann sie von Touristen überlaufen sein. Wenn Sie die authentische Kultur des Landes erleben möchten. Sollten Sie daher andere, weniger überfüllte, Tempel besuchen. Zum Beispiel Phnom Banan bei Battambang, das auch der kleine Bruder von Angkor Wat genannt wird.

Battambang: gemütliche Stadt mit dunkler Vergangenheit

Eine der Voraussetzungen für die Einreise mit dem E-Visum in Kambodscha ist, dass man nur an einer begrenzten Anzahl von Orten im Land die Grenze überschreiten darf, nämlich an einigen Straßengrenzübergängen zu Thailand (Cham Yeam und Poi Pet), Vietnam (Bavet) und Laos (Tropaeng Kreal). Außerdem kann man in Kambodscha mit einem Visum an den internationalen Flughäfen von Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville ankommen. Viele Reisende kommen mit dem Flugzeug in einer dieser beiden Städte an. Neben diesen großen Städten gibt es in Kambodscha noch viele andere, die einen Besuch wert sind.

Zum Beispiel Battambang, eine Stadt im Westen des Lands, die am Sangke-Fluss liegt. Battambang ist eine liebenswürdige Stadt mit kolonialen Gebäuden und sichtbaren französischen Einflüssen. Doch die Stadt hat auch eine dunkle Geschichte. In den Killing Caves (im Berg Phnom Sampeau) wurden während des Regimes der Roten Khmer ungefähr zehntausend Menschen auf dem Berg getötet und die toten Körper in die Höhlen geworfen. Ein Relikt aus der französichen Kolonialeit ist der Bambuszug, bestehend aus behelfsmäßigen Karren aus Bambus, der jetzt nur mehr eine Touristenattraktion ist. Es ist das einzige Fahrzeug in Kambodscha, das noch auf der Bahnstrecke fährt. Alle Bahnhöfe in Kambodscha sind heute menschenleer.

Paradiesische Inseln

Bei tropischen Inseln in Südostasien denken viele Menschen vor allem an die berühmten Inseln Thailands oder der Philippinen, wie Koh Samui und Palawan. Eher unbekannt ist, dass Kambodscha auch Inseln mit paradiesischen Stränden hat, die im Allgemeinen ruhiger sind als die bekannten Inseln in Südostasien. Zum Beispiel Koh Rong: eine wunderschöne Insel mit perlweißen Stränden und azurblauem Wasser, die man mit dem Boot von Sihanoukville aus erreichen kann. Koh Rong wird immer touristischer, aber auf der kleineren Schwesterinsel Koh Rong Samloem kann man noch unberührte Strände genießen. Eine weitere Insel Kambodschas ist Koh Tonsay, auch Kanincheninsel genannt, die nahe der vietnamesischen Grenze liegt. Neben den perlweißen Stränden laden hier die Wälder der Insel zu wunderschönen Wanderungen ein.

Nationalparks und unberührte Natur

Kambodscha hat auch einige Nationalparks mit beeindruckenden Landschaften. Der größte Nationalpark des Landes ist Botum Sakor im Südwesten. Hier finden Sie eine sehr abwechslungsreiche Flora und Fauna: Der Park besteht aus Mangrovenwäldern und Grasland und bietet indochinesischen Tigern, Leoparden und Elefanten eine Heimat. Nicht allzu weit von Botum Sakor entfernt liegt Kirirom, der älteste Nationalpark Kambodschas. Dieser Park befindet sich in einer bergigen Gegend, in der Sie u. a. Trekking- und Mountainbiketouren unternehmen können. Unterwegs kommen Sie an kleinen Seen und Wasserfällen vorbei.

Beeindruckende Naturschauspiele einer anderen Art finden Sie am Tonlé-Sap-See, dem größten Süßwassersee Südostasiens. Tonlé Sap ist nicht mehr wirklich ein Geheimtipp, sondern wird von vielen Touristen besucht. Dennoch sollte man sich einen Besuch des Sees während einer Reise durch Kambodscha nicht entgehen lassen. Auf dem See sehen Sie bunte Hausboote und faszinierende schwimmende Dörfer.

Visum Kambodscha beantragen

Für eine Reise nach Kambodscha benötigen Sie ein Visum, das Sie einfach online beantragen. Im Formular tragen Sie Ihre Kontakt-, Reise- und Passdaten ein. Dann bezahlen Sie die Kosten und laden Sie ein digitales Lichtbild und einen Scan oder ein Foto Ihres Reisepasses hoch. Bitte beachten Sie, dass Ihr Reisepass bei der Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein muss und Sie an einem der angewiesenen Grenzübergänge im Land ankommen müssen.

Das elektronische Visum eignet sich für Touristen, die nicht länger als 30 Tage im Land bleiben. Das reicht in der Regel aus, um außer den berühmten Sehenswürdigkeiten des Landes wie Angkor Wat auch einige weniger bekannte Stätten zu besuchen.