Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 06.05.2021 | ±4 Minuten Lesezeit

Nachdem Sie Ihr Visum Kenia erhalten haben, können Sie Ihre Reiseplanung weiter ausarbeiten. Im Land treffen Sie 27 Nationalparks und mehr als 30 Naturschutzgebiete an. Dieser Artikel beschreibt einige der schönsten Nationalparks und Naturreservate in Kenia.

Naturschutzgebiet Masai Mara

Masai Mara ist wahrscheinlich das bekannteste Naturreservat Kenias. Es liegt im Südwesten Kenias und grenzt an die Serengeti, eine Ebene aus Savannen und Wäldern, die sich über Tansania und Kenia erstreckt. Jedes Jahr findet hier ausgedehnte Wanderungen der Wildtiere statt, ein Naturschauspiel, bei dem Millionen von Zebras, Gnus und Gazellen von der Serengeti in die Masai Mara und später im Jahr wieder zurück wandern.

Die Monate August bis November sind die beste Zeit, um diese große Wanderung zu sehen. Die Tiere überqueren den Mara-Fluss normalerweise im August oder September. Im Oktober oder November kehren die Tiere nach Tansania zurück. Aber auch in anderen Monaten lohnt sich ein Besuch der Masai Mara. Die Big Five können Sie in diesem Naturschutzgebiet das ganze Jahr über sehen.

Die große Tierwanderung Serengeti - Masai MaraDie große Tierwanderung Serengeti - Masai Mara

Nationalpark Amboseli

Ein viel besuchter Nationalpark im Süden Kenias ist Amboseli, der am Fuß des Kilimandscharo liegt. Der Nationalpark ist für seine große Population - auch von alten - Elefanten bekannt, die auf etwa 600 Tiere geschätzt wird. Außer Elefanten können Sie in Amboseli auch Giraffen, Nilpferde, Löwen und Nashörner sehen. Die Sümpfe und Seen im westlichen Teil des Parks sind die Heimat von unter anderem Flamingos und Pelikanen. Amboseli ist bei Touristen nicht nur wegen der vielen dort lebenden Wildtiere beliebt, sondern auch wegen der grandiosen Aussicht auf den Kilimandscharo. Im Park können Sie Elefanten mit schneebedeckten Berggipfeln im Hintergrund fotografieren.

Amboseli ist nur zwei Autostunden vom Tsavo-Nationalpark entfernt. Sie können den Besuch beider Nationalparks daher einfach kombinieren. Außerdem sind beide Nationalparks von der Hauptstadt aus gut erreichbar. Von Nairobi aus sollten Sie mit etwa vier bis fünf Stunden Fahrtzeit nach Amboseli und fünf bis sechs Stunden nach Tsavo rechnen. Von Mombasa aus sind Sie mit dem Auto ebenfalls ungefähr fünf bis sechs Stunden unterwegs nach Tsavo. Mit einem E-Visum für Kenia können Sie sowohl in Nairobi als auch in Mombasa einreisen. Für die Einreise von Tansania aus nach Kenia, sind die Grenzübergänge Namanga, Taveta und Loitokitok günstig, da sie in der Nähe der Nationalparks liegen.

Nationalpark Tsavo

Tsavo ist der größte Nationalpark in Kenia und gehört zu den größten Nationalparks der Welt. Es besteht aus zwei Teilen: Tsavo West und Tsavo Ost, die durch eine Eisenbahnlinie und der Autobahn zwischen Nairobi und Mombasa getrennt sind. Tsavo West hat eine abwechslungsreiche Landschaft mit Vulkanen, Sümpfen, Wasserfällen und Seen. Einer der Höhepunkte im westlichen Teil des Nationalparks sind die Mzima Springs, eine Reihe von Quellen mit kristallklarem (durch Lavagestein gefiltertem) Wasser, wo Sie Nilpferde und Nilkrokodile beobachten und beeindruckende Wanderungen machen können.

Im Gegensatz dazu ist die Landschaft in Tsavo Ost flach und trockener. Obwohl und gerade weil die Natur im östlichen Teil des Nationalparks weniger abwechslungsreich ist, können Sie in diesem Teil einfacher wilde Tiere spotten. Tsavo Ost ist wesentlich größer als Tsavo West und beherbergt mehr als 10.000 Elefanten, die aufgrund der roten Farbe der Erde im Nationalpark auch als „die roten Elefanten von Tsavo" bezeichnet werden. Außer Elefanten können Sie auch Büffel, Krokodile und Zebras beobachten.

Lake-Nakuru-Nationalpark

Der Lake-Nakuru-Nationalpark verdankt seinen Namen dem Nakurusee, einem der Seen im Großen Afrikanischen Grabenbruch, in dem der Nationalpark liegt. Der See ist vor allem für die großen Gruppen Flamingos bekannt, die sich aufgrund der großen Menge an Algen im seichten Wasser des Sees aufhalten. Aufgrund extremer Regenfälle und Überschwemmungen zwischen 2012 und 2014 ist der Wasserspiegel des Sees gestiegen und ist er dadurch für die große Anzahl von Flamingos zu tief geworden, aber außer den Flamingos beherbergt der Nationalpark auch Kormorane, Fischadler und Pelikane. Giraffen und Nashörner.

Visum Kenia online beantragen

Für den Besuch (eines) der Nationalparks in Kenia benötigen Sie ein Visum. Seit 2021 können Touristen nur noch mit dem elektronischen Visum (E-Visum Kenia) einreisen, das Sie online beantragen. Dazu füllen Sie das Online-Antragsformular aus und begleichen die Kosten für das Visum. Anschließend müssen Sie einige Dokumente hochladen, darunter einen Scan oder ein Foto Ihres Reisepasses und eine Buchungsbestätigung oder ein Einladungsschreiben. Dann wird Ihr Antrag bearbeitet. Sobald das Visum erteilt ist, erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail und SMS.

Wenn dieser Artikel Ihr Interesse an den Nationalparks Kenias geweckt hat, Sie sich aber noch nicht entscheiden können, welche Sie besuchen wollen, ist das kein Problem. Das E-Visum erlaubt Ihnen einen Aufenthalt in Kenia von bis zu 90 aufeinanderfolgenden Tagen. Damit haben Sie mehr als genug Zeit, eine Rundreise durch das Land zu machen und verschiedene Nationalparks und Naturschutzgebiete zu besuchen. Lesen Sie hier mehr über die Gültigkeit vom Visum für Kenia.