Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 06.05.2021 | ±4 Minuten Lesezeit

Ho-Chi-Minh-Stadt (früher Saigon) ist die größte Stadt Vietnams und Sie sollten diese Stadt bei einer Rundreise durch das Land nicht auslassen. Schweizer und österreichische Staatsangehörige benötigen immer ein Visum, um Ho-Chi-Minh-Stadt zu besuchen, Deutsche, wenn sie länger als 15 Tage in Vietnam bleiben. Seit einigen Jahren können Sie das Visum Vietnam einfach online beantragen.

Französische Einflüsse

In Ho-Chi-Minh-Stadt ist die Geschichte Vietnams, einschließlich der französischen Kolonisierung und des Vietnamkriegs, deutlich sichtbar. Obwohl viele der französischen Kolonialbauten im Krieg zerstört wurden, kann man die französischen Einflüsse am Rathausplatz von Ho-Chi-Minh-Stadt noch deutlich erkennen. Hier steht die Basilika Notre Dame, eine Backsteinkirche mit zwei Glockentürmen, die zwischen 1877 und 1880 erbaut wurde. Jeden Sonntag findet ein Gottesdienst statt, aber den Rest der Woche wird die Kirche nicht genutzt. Neben der Basilika befinden sich das Postamt und das Rathaus, die beide aus der französischen Kolonialzeit stammen.

Die wechselvolle Geschichte Vietnams

Wer mehr über den Vietnamkrieg erfahren möchte, dem sei ein Besuch im War Remnants Museum empfohlen, in dem der Krieg zwischen Amerika und Vietnam ausführlich dokumentiert wird. Das Museum ist eines der beliebtesten Museen in Vietnam, mit etwa einer halben Million Besuchern pro Jahr. Im Innenhof sehen Sie US-amerikanisches Kriegsmaterial wie Panzer, Hubschrauber und Kampfflugzeuge ausgestellt.

Eine weitere historische Stätte, die Sie besuchen sollten, ist der Wiedervereinigungspalast. Das war davor der erst 1962 - 1967 wieder erbaute Präsidentenpalast, den die nordvietnamesische Armee am 30. April 1975 besetzte und so den Vietnamkrieg beendete. Heute dient der Palast als Museum. Sie können die Räume mit der ursprünglichen Einrichtung und den Bunker, der unter dem Palast liegt, besichtigen.

Etwas außerhalb der Stadt liegt Cu Chi, ein Tunnelnetzwerk, das während des Vietnamkriegs von den Vietcong-Guerrillas genutzt wurde. Die Tunnel dienten als sichere Verstecke, aber auch als Lagerplätze für Waffen und Lebensmittel und spielten eine wichtige Rolle im Kampf gegen die amerikanischen Streitkräfte. Die Tunnel sind an zwei Stellen für die Öffentlichkeit zugänglich, nämlich in Ben Dinh und Ben Duoc.

Moderne Metropole

Ho-Chi-Minh-Stadt ist bekannt für seine Geschichte, ist aber auch eine moderne Stadt mit deutlich sichtbaren westlichen Einflüssen. Vom Fluss Saigon aus sehen Sie die Skyline mit Wolkenkratzern vor sich. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum Vietnams, was Sie gut im Geschäftsviertel von Ho Chi Minh City erkennen können. Sie finden dort zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Clubs und Skybars. Unter anderem wegen des lebendigen Nachtlebens ist die Stadt bei Rucksacktouristen beliebt. Der Stadtteil Pham Ngu Lao, in dem es von Hostels, Pensionen und Gastgewerbebetrieben wimmelt, wird auch das Backpacker-Viertel von Ho-Chi-Minh-Stadt genannt.

Ho Chi MinhstadNachtansicht von Ho Chi Minh Stadt

Das Stadtzentrum von Ho-Chi-Min-Stadt liegt nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. Vom Flughafen aus gibt es eine direkte Busverbindung nach Pham Ngu Lao. Mit einem E-Visum für Vietnam können Sie am Flughafen Ho-Chi-Minh-Stadt (Tan Son Nhat International Airport) einreisen. Direktflüge nach Ho Chi Minh Stadt werden unter anderem ab Paris oder Frankfurt angeboten. Mit einem E-Visum dürfen Sie auch am Hafen von Ho-Chi-Minh-Stadt ankommen und einreisen.

Prächtige Tempel und Pagoden

Obwohl Ho-Chi-Minh-Stadt in den letzten Jahren stark modernisiert wurde, ist die ursprüngliche vietnamesische Kultur immer noch sichtbar, zum Beispiel die Pagode des Jadekaisers, einer der wichtigsten Schreine der Stadt, der dem taoistischen Jadekaiser geweiht ist. Ein weiterer vielbesuchter Tempel ist der Sri Mariamman Hindu-Tempel. Etwas außerhalb der Stadt befindet sich der farbenfrohe Tempel der Cao Dai, der drittgrößten Religion in Südvietnam, die von Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus und Christentum inspiriert wurde.

Mekong Delta

Ho-Chi-Minh-Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch des Mekong-Deltas, ein Gebiet südwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt mit einer Fläche von 39.000 km², wo die Arme des Mekong-Flusses in das Südchinesische Meer münden. Wer dem Trubel der Stadt entfliehen möchte, reist in etwa einer halben Stunde von Ho-Chi-Minh-Stadt nach My Tho. In My Tho können Sie mit dem Boot die Reisfelder, die Inseln und die schwimmenden Dörfer und Märkte im Delta besuchen.

Visum Vietnam beantragen

Schweizer und österreichische Staatsangehörige benötigen immer ein Visum, um Ho-Chi-Minh-Stadt zu besuchen, Deutsche nur, wenn Sie länger aus 15 Tage im Land bleiben. Touristen und Geschäftsreisende können in der Regel ein E-Visum-Vietnam für Ihre Reise nach Ho-Chi-Minh-Stadt verwenden. Sie stellen ihren Antrag einfach online und müssen keinen Termin bei der vietnamesischen Botschaft vereinbaren. Anträge werden im Allgemeinen nach einer Woche genehmigt.

Für die Einreise mit dem E-Visum gelten jedoch einige Voraussetzungen. So muss der Reisepass noch mindestens 30 Tage länger als das Visum gültig sein und müssen Sie für zumindest für eine Nacht eine Unterkunft in Vietnam gebucht haben. Bitte beachten Sie, dass die Orte, an denen Sie in Vietnam ankommen und Vietnam wieder verlassen werden, die Sie im Formular eintragen müssen, nach der Bearbeitung des Antrags nicht mehr geändert werden können. Bevor Sie also Ihr Visum Vietnam beantragen, treffen Sie bitte die Entscheidung, ob Sie direkt nach Ho-Chi-Minh-Stadt fliegen oder ob Sie in einer anderen Stadt in Vietnam ankommen und später nach Ho-Chi-Minh-Stadt weiterreisen wollen.