Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 01.04.2021 | ±4 Minuten Lesezeit

Beim Wort Safari denken Sie wahrscheinlich zunächst einmal an Südafrika, Kenia oder Tansania, aber auch Indien ist ein echtes Wildsafariziel. In den Nationalparks und Wildreservaten Indiens können Sie unzähligen Arten begegnen. In diesem Artikel lesen Sie mehr über die Vorbereitungen für eine Safari, wie zum Beispiel die Antragstellung für ein Visum Indien.

Indien strotzt nur so von Kultur, bietet aber auch atemberaubende Naturschönheiten

Wenn Sie an Indien denken, haben Sie oft große Städten, hektischem Verkehr und geschäftige Tempel und Märkten vor Ihrem inneren Auge, aber das Land bietet auch beeindruckende Landschaften mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Es gibt zahlreiche Nationalparks und Wildtierschutzgebiete in Indien, in denen Sie Tiere in ihrer natürlichen Umgebung sehen können. Die meistbesuchten Nationalparks des Landes sind der Ranthambore National Park und der Jim Corbett National Park.

Indiens Big Five

Es ist ziemlich unbekannt, dass es neben den afrikanischen Big Five auch asiatische Big Five gibt. Die Meinungen darüber, welche Tiere zu den asiatischen Big Five gehören, sind geteilt, aber das indische Nashorn, der asiatische Löwe, der asiatische Leopard, der asiatische Elefant und der bengalische Tiger werden am häufigsten genannt. Diese fünf Tiere kommen alle in Indien vor und können dort während einer Safari beobachtet werden. Außerdem leben in Indien unter anderem wilde Wasserbüffel, Rhesusaffen, Hyänen, Bären, Schakale, Hirsche und Krokodile.

Ranthambore National Park

Der Ranthambore-Nationalpark liegt im Osten des indischen Bundesstaates Rajasthan. Ranthambore ist von Jaipur aus mit dem Auto/Taxi oder dem Zug (viel günstiger!) in etwa 4 Stunden zu erreichen, von Neu-Delhi aus dauert es etwa 7 bis 8 Stunden. Der Nationalpark hat eine Fläche von 400 km² (zusammen mit dem dazugehörigen Tigerreservat beträgt die Fläche sogar 1.334 km²) und hat eine abwechslungsreiche Landschaft mit Felsen, Seen, Grasland, sanften Hügeln und Wäldern.

Der Hauptgrund für einen Besuch dieses Nationalparks ist für viele Menschen die verhältnismäßig große Anzahl Tiger, die dort lebt. Experten schätzen, dass derzeit etwa 60 bengalische Tiger im Park leben. Außer bengalischen Tigern können Sie im Park auch Leoparden, Faultiere und Axishirsche sehen. Der Nationalpark ist auch wegen der mehr als 300 Vogelarten, die hier leben, bekannt.

Ranthambore National ParkBengalische Tiger im Ranthambore National Park

Elefanten, asiatische Löwen und indische Nashörner kommen in Ranthambore nocht vor. Wenn Sie nicht nur bengalische Tiger und asiatische Leoparden, sondern auch die anderen Tiere der asiatischen Big Five sehen möchten, können Sie andere Parks und Wildschutzgebiete in Indien besuchen, ie zum Beispiel den Jim Corbett National Park. Das E-Visum für Indien das Sie auf dieser Website beantragen, ist ein Jahr lang gültig. Mit diesem Visum können Sie maximal 90 aufeinanderfolgende Tage in Indien bleiben. Damit haben Sie genug Zeit, um mehrere Nationalparks im Land zu besuchen.

Jim Corbett National Park

Ein weiterer viel besuchter Nationalpark in Indien ist der Jim Corbett National Park, benannt nach dem britischen Jäger und Schriftsteller, der menschenfressende Tiger jagte. Er ist der älteste Nationalpark und das erste Tigerreservat in Indien und umfasst eine Fläche von mehr als 500 km². Jim Corbett gründete den Nationalpark, der damals noch Hailey National Park hieß, im Jahr 1936. Der Nationalpark liegt im Bundesstaat Uttarrakhand, in den Ausläufern des Himalayas, etwa 200 Kilometer nordwestlich von Neu-Delhi. Der Nationalpark ist mit dem Auto oder dem Zug in etwa 5 Stunden von der Hauptstadt aus zu erreichen.

Im Jim Corbett National Park leben unter anderem bengalische Tiger, asiatische Elefanten, Leoparden, Krokodile, Schakale und Affen. Obwohl schätzungsweise 164 bengalische Tiger im Nationalpark leben, muss man viel Glück haben, um bei einer Safari tatsächlich einen zu sehen zu bekommen. Trotzdem ist der Nationalpark mit seinen atemberaubenden Flüssen und Graslandschaften sowieso einen Besuch wert, auch wenn Sie keinen Tiger sehen.

Visum Indien online beantragen

Für eine Wildsafari in Indien ist ein Visum erforderlich. Die meisten deutschen, österreichischen und Schweizer Urlauber/-innen erfüllen die Voraussetzungen für die Einreise mit dem E-Visum und können ihren Antrag daher einfach online stellen. Eine dieser Voraussetzungen ist, dass Sie nur an bestimmten Häfen und Flughäfen in Indien einreisen dürfen. Die nächstgelegenen Flughäfen zum Jim Corbett National Park, an denen Sie mit einem E-Visum ankommen können, sind Delhi (Indira Gandhi International Airport) und Chandigarh International Airport. Reisende, die den Ranthambore National Park besuchen möchten, sollten nach Jaipur fliegen.

Nach dem Ausfüllen des Formulars, der Zahlung der Kosten für den Visumantrag und der Bereitstellung der Dokumente wird der Antrag bearbeitet. In der Regel werden Visa für Indien bereits eine Woche nach der Antragstellung erteilt. Wenn Sie kurzfristig nach Indien reisen müssen noch kein Visum beantragt haben, stellen Sie am besten einen Eilantrag. Diese werden im Allgemeinen bereits nach 3 Arbeitstagen genehmigt.