Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 23.11.2020 | ±4 Minuten Lesezeit

Myanmar (im englischen Sprachraum auch Burma genannt) ist normalerweise nicht das erste Ziel, woran Sie denken, wenn Sie eine Fernreise planen. Doch hat das Land viel zu bieten: von beeindruckenden Tempeln und Pagoden bis zu ausgedehnten Seen und malerischen Dörfern. Für eine Reise nach Myanmar benötigen Sie ein Visum, das Sie einfach und schnell online beantragen können.

Touristischer Höhepunkt von Myanmar: Bagan

Ein beliebtes Touristenziel in Myanmar ist Bagan, früher, vor allem im Englischen, auch Pagan genannt. Der Stadtstaat Bagan wurde im 9. Jahrhundert vom Volk der Bamar gegründet und wurde später das erste vereinte Reich im heutigen Birma, bis es im 13. Jahrhundert nach mongolischen Angriffen zerfiel. Heute beherbergt die Stadt Bagan die weltweit größte Ansammlung von buddhistischen Tempeln und Stupas. Die Tempelanlage wird oft mit den Tempeln von Angkor Wat in Kambodscha verglichen, aber viele Reisende, die beide Tempelanlagen besucht haben, finden Bagan noch beeindruckender als Angkor. Die Tempelanlage steht seit 2019 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Im Tempelkomplex kann man mehr als 2.200 (zum Teil restaurierte) buddhistische Tempel, Klöster und Pagoden bewundern. Die beste Zeit, um die Tempel zu besuchen, ist bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, da die Anlage zu diesen Zeitpunkten einen beinahe magischen Anblick bietet. Sie können auch eine Ballonfahrt machen und die Tempel von oben besichtigen, aber die Kosten dafür können hoch sein. Da in Bagan so viele verschiedene Tempel und Ruinen zu sehen sind, sollten Sie mindestens zwei oder drei Tage bleiben.

Buddhistische Einflüsse in Myanmar

Außer der Tempelanlage von Bagan finden Sie in Myanmar zahlreiche weitere Pagoden, Stupas und Klöster. Die große Mehrheit der Bevölkerung Myanmars ist buddhistisch und der Buddhismus ist in den Straßen und der Architektur im ganzen Land zu erkennen. Im Land gibt es eine enorme Anzahl von schönen Tempeln, buddhistischen Wallfahrtsorten und anderen Heiligtümern, die Touristen besuchen können.

Myanmars größter Tempel - die Schwedagon-Pagode - befindet sich im Süden des Landes in der früheren Hauptstadt Yangon (Rangun) und ist das religiöse Zentrum dieser Stadt. Der Tempel ist fast hundert Meter hoch und ist mit 50.000 Kilo Blattgold und Tausenden von Edelsteinen bedeckt, die das Gebäude in der Sonne glänzen lassen. Der Legende nach beherbergt die Pagode acht Haare des letzten Buddhas und Reliquien der vorherigen Buddhas. Die Pagode gilt als Wahrzeichen Myanmars und sollte daher bei einem Besuch des Landes nicht ausgelassen werden.

Eine weitere buddhistischer Wallfahrtsort, nicht allzu weit von Yangon entfernt, ist das Pilgerdorf Kinpun (oder Kin Pun) . Hier findet man den Goldenen Felsen, einen mit Blattgold überzogenen Granitfelsen, der in einer Höhe von 1.100 Metern am Gipfel des Mount Kyaikto balanciert. Der Legende nach wird der Felsen von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten. Personen mit Interesse am Buddhismus, sollten Monywa besuchen, eine Stadt, in der man mehr als 500.000 Buddha-Statuen und eine riesige goldene Buddha-Statue, die 129 Metern ist, sieht. Auch in den Kalksteinhöhlen von Pindaya befinden sich mehr als 8.000 Buddha-Statuen.

Atemraubende Landschaften

Myanmar bietet für Touristen nicht nur interessante Kultur und schöne Tempel, sondern auch viele Naturschönheiten. Der Inle-See, der sich zwischen den Bergen befindet, wird oft der schönste Ort Myanmars genannt. Der See ist bekannt für die Dörfer des Intha-Volkes, die auf Pfählen direkt im Wasser gebaut sind, und für die charakteristischen Fischer, die auf einem Bein paddeln. Abenteuerlustig veranlagte Reisende sollten eine Trekkingtour vom Dorf Kalaw zum Inle-See machen. Die hügelige Strecke von etwa 60 Kilometern führt durch Wälder und wunderschöne grüne Teefelder und kann in zwei oder drei Tagen bewältigt werden.

Aktive Reisende, die Berge lieben, können von Bagan eine Exkursion zum Mount Popa unternehmen, einen inaktiven Vulkan, der heutzutage eine Pilgerstätte ist. Vom Kloster auf dem Gipfel des Berges, in 737 Metern Höhe, kann man bei klarem Wetter die Tempelanlage von Bagan sehen.

Eine weitere Touristenattraktion an einem See ist die U-Bein-Brücke in Amarapura. Die Teakholz-Fußgängerbrücke über den Taungthman-See wurde 1850 erbaut, ist 1,2 Kilometer lang und ist sehr beliebt bei Fotografen, die die Silhouetten der über die Brücke schlendernden Menschen festhalten. In der Regenzeit ist die Brücke manchmal teilweise überflutet.

Visum Myanmar beantragen

Sollten Sie nach der Lektüre dieses Artikels die Heiligtümer und spektakulären Landschaften Myanmars selbst sehen wollen, benötigen Sie ein Visum Myanmar. In der Regel ist es nicht notwendig zur Botschaft von Myanmar zu gehen, da das Visum einfach online beantragt werden kann, wenn Sie die Voraussetzungen für die Einreise mit dem Visum erfüllen. Im Durchschnitt werden Visa für Myanmar bereits nach einer Woche erteilt und per E-Mail versendet. Das E-Visum ist 90 Tage gültig und Sie dürfen damit höchstens 28 Tage im Land bleiben. Das gibt Ihnen mehr als genug Zeit, um einige der Höhepunkte Myanmars zu erleben.