Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 16.12.2020 | ±3 Minuten Lesezeit

Für beinahe jedes Land der Welt gibt es günstigere und weniger günstige Perioden um in das Land zu reisen. Obwohl die meisten Menschen im Sommer in den Urlaub fahren, gibt es Länder, für die der Herbst oder sogar der Winter eine bessere Reisezeit ist. Auch für eine Reise nach Myanmar sollten Sie planen, wann Sie am besten in das Land reisen können. Beantragen Sie auch das Visum rechtzeitig, damit Sie nach Ihrer Ankunft in Myanmar keine Überraschungen erleben.

Ein Land mit sehr unterschiedlichen Höhenlagen und Temperaturen

Myanmar weist große Höhenunterschiede auf. Geografisch gesehen fällt das Land vom Norden zum Süden hin ab. Der höchste Punkt Myanmars ist der Berg Hkakabo (5.881 Meter), aber im Süden liegt das Land auf Meeresniveau. Aufgrund dieser Höhenunterschiede ergeben sich auch große Temperaturunterschiede. Je weiter man nach Norden kommt, desto kühler wird es, während es im Süden von Myanmar heiß und feucht ist.

März bis Mai: die heiße Jahreszeit

Im Gegensatz zu dem, was wir in Europa gewohnt sind, sind die wärmsten Monate in Myanmar nicht die Sommermonate Juli und August, sondern die Monate von März bis Mai. Im Sommer sorgt der Monsun, der das Land jedoch erst etwa im Mai erreicht, für etwas Abkühlung. Das bedeutet, dass die Temperaturen in Myanmar vom März an bis zum Beginn des Monsuns sehr hoch sein können. Die Tagestemperaturen können im Süden Myanmars in Extremfällen bis zu 40 Grad °C erreichen. Gleichzeitig tritt in diesen Monaten oft auch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit auf, wodurch es beinahe unerträglich ist, nach draußen zu gehen. In diesen Monaten nach Myanmar zu reisen wäre beinahe eine Vergeudung der dort verbrachten Zeit.

Mai bis Oktober: die Regenzeit

In Myanmar fallen in den Küstenregionen und den westlichen und südwestlichen Gebieten etwa 5.000 Millimeter Regen pro Jahr, während in der Flussdelta-Region etwa 2.500 mm Regen pro Jahr fällt, und 80 % davon fällt während der Regenzeit. In diesen Monaten trifft der Südwestmonsun Myanmar voll. Die Regenmengen, die in diesem Zeitraum fallen, können extrem sein und schnell zu Überschwemmungen führen. Daher entscheiden sich die meisten Touristen sich dafür, nicht während der Regenzeit nach Myanmar zu reisen. Auch aus praktischen Gründen ist dieser Zeitraum für eine Reise nach Myanmar weniger geeignet, da viele Touristenattraktionen, wie z. B. die Ngapali Beach, während dieser Zeit aus Sicherheitsgründen geschlossen sind.

November bis Februar: die Wintersaison

Obwohl dieser Zeitraum die Wintersaison genannt wird, ist es immer noch angenehm warm, aber nicht mehr so unerträglich heiß wie in den anderen Monaten. Die Luftfeuchtigkeit ist viel geringer und die starken Regenfälle des Monsuns sind nicht vorhanden. Die Monate von November bis Februar sind daher in der Regel die beste Zeit, um Myanmar zu besuchen. Das zeigt sich auch anhand der Zahlen: Die Einnahmen aus dem Tourismus sind in diesen Monaten für Myanmar am höchsten.

Für jeden Monat: Visum Myanmar erforderlich

Unabhängig davon, in welchen Monaten sie das Land besuchen, müssen alle Deutschen, Österreicher/-innen und Schweizer/-innen ein Visum für Myanmar beantragen, um ins Land reisen zu dürfen. Im Gegensatz zum Klima ist dafür keine umfangreiche Planung notwendig. Sie beantragen das Visum Myanmar einfach online. Nachdem das Antragsformular ausgefüllt und genehmigt wurde, erhalten Sie einen sogenannten „Approval Letter“ per E-Mail. Das ist nicht das eigentliche Visum, sondern ein Dokument, das bestätigt, dass der/die Reisende bei der Ankunft in Myanmar ohne zusätzliche Kosten ein Visum erhalten wird. Das Visum ist 90 Tage gültig, man darf sich aber höchstens 30 aufeinanderfolgende Tage im Land aufhalten.