Artikel aus der Rubrik „Aktuell" | | 18.12.2020 | ±4 Minuten Lesezeit

Oman, das drittgrößte Land der Arabischen Halbinsel, ist ein Land mit reichen Traditionen und vielen geschichtlich interessanten Bauwerken und Fundstätten. Der Oman hat sowohl einige schöne Städte als auch Naturreservate und Nationalparks, die einen Besuch wert sind. In diesem Artikel werden einige der schönsten Sehenswürdigkeiten des Landes beschrieben. Vergessen Sie nicht, das Visum für den Oman zu beantragen, bevor Sie in das Land reisen.

Makat en Nizwa

Maskat, auch Masqat oder Mascat geschrieben, die Hauptstadt und gleichzeitig die größte Stadt Omans, beherbergt unzählige Sehenswürdigkeiten. Die berühmteste Touristenattraktion ist die Große Sultan-Qaboes-Moschee, die größte Moschee des Lands (die größte Gebetshalle der Moschee bietet etwa 6.500 Menschen Platz). Die Moschee ist auch für Nicht-Muslime zugänglich. Beachten Sie jedoch, dass Besucher der religiösen Funktion des Gebäudes angemessen gekleidet sein müssen.

Ein weiteres beeindruckendes Gebäude in der Hauptstadt ist das Royal Opera House, das wie die Große Sultan-Qaboes-Moschee (und viele andere Moscheen) in Auftrag von Sultan Qaboes bin Said Al Said gebaut wurde. Andere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung der Hauptstadt sind der Hafen von Matrah und der Suq von Muttrah, ein Markt, der die größte Auswahl an omanischen Handwerksprodukten bietet. Wer sich für die Geschichte des Landes interessiert, sollte sich einen Besuch des Nationalmuseums („National Museum”) und des Muscat Gate Museums nicht entgehen lassen.

Etwa eindreiviertel Stunden Autofahrt von Masqat entfernt liegt Nizwa, eine der größten und ältesten Städte Omans. Bis zum 12. Jahrhundert war es auch die Hauptstadt des Landes. Die Hauptattraktion dieser Stadt ist die Festung von Nizwa. Vom Hauptturm dieses Forts haben Sie eine prächtige Aussicht über die Stadt. In der Nähe der Festung findet jeden Freitag ein Markt statt, der für die meisten Reisenden der Grund ist, die Stadt zu besuchen: der Ziegenmarkt von Nizwa. Ein Besuch dieses Markts ist für viele Tourist/-innen ein unvergessliches Erlebnis, denn auf diesem Markt versammeln sich Omani aus dem ganzen Land.

Naturlandschaften: Höhlen, Wüsten und Wadis

Mehr als die Hälfte des Grundgebiets von Oman besteht aus Wüste. Von der Hauptstadt Maskat aus erreicht man die Wüste Sharqiyah, auch bekannt als Wahiba Sands, in etwa 2,5 Stunden mit dem Auto. Die weiten Sandflächen mit hohen Sanddünen sind ein beeindruckender Anblick. Außer dieser Wüste, die sich im Norden des Oman befindet, liegt auch ein Teil der Rub al Khali im Oman. Diese Wüste wird auch „Leeres Viertel” genannt, da es eines der unzugänglichsten Gebiete der Erde ist. (Sogar die Beduinen meiden die Wüste und betreiben nur an den Rändern nomadische Viehzucht mit ihren Kamelen.) Die Wüste bedeckt nicht nur einen Teil des Omans, sondern auch Teile Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und des Jemens.

Trotz des Umstands, dass ein so großer Teil des Landes aus Wüste besteht, besteht die Landschaft Omans nicht nur aus Sandebenen. Das Land hat mehrere Oasen, Wadis (Täler) und besteht zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus Bergketten. Eines der bekanntesten und schönsten Wadis des Landes ist das Wadi Bani Khalid. Die Wadis sind einzigartige Ökosysteme inmitten der trockenen Wüste und manche füllen - wie das Wadi Bani Khalid - Bewässerungskanäle, mit denen Bewohner des Gebiets doch im kleinen Umfang Kulturpflanzen anbauen können. Andere Wadis sind Wadi Hamam, Wadi An Nakhr (auch der Grand Canyon des Oman genannt), Wadi Shab und Wadi Tiwi, aber es gibt noch viele mehr.

Beeindruckende Naturschönheiten finden Sie im Oman jedoch nicht nur über der Erdoberfläche, sondern auch unterirdisch. So liegt z. B. am Fuß des Djabal Shams - dem höchsten Berg Omans - die Al Hoota-Höhle. Die Höhle ist schätzungsweise mehr als 2 Millionen Jahre alt und hat eine Gesamtlänge von etwa 4,5 Kilometern. Es ist nicht die einzige berühmte Höhle im Oman; andere bekannte Höhlen im Oman sind die Abu-Habban-Höhle, die Al-Marnif-Höhle und die Majlis-Al-Jinn-Höhle (eine der größten Höhlen der Welt).

Der Oman ist auch ein beliebtes Urlaubsziel für Tauchbegeisterte. Das Land hat eine Küstenlinie von mehr als 3.000 Kilometern und einige der Tauchplätze im Oman stehen sogar auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Visum Oman vor der Abreise beantragen

Alle Deutschen, Österreicher/-innen und Schweizer/-innen, die den Oman besuchen, müssen vor der Abreise ein Visum Oman beantragen. Das E-Visum Oman für Touristen beantragen Sie einfach online. Das Touristenvisum gibt es mit drei verschiedenen Gültigkeitszeiträumen, nämlich eines für einen Aufenthalt von bis zu 10 Tagen, eines für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen und ein Visum, das mehrere Reisen in den Oman innerhalb eines Jahres, mit einem Aufenthalt von jeweils bis zu 30 Tagen, erlaubt. Die Kosten des E-Visums für den Oman sind je nach gewählter Variante unterschiedlich. Bitte beachten Sie: Das Visum muss bereits vor der Abreise beantragt werden. Es ist seit dem 21. März 2018 nicht mehr möglich, bei der Ankunft im Oman ein Visum zu erhalten.