Artikel aus der Rubrik "Aktuelles" | | 24.04.2018 | ±5 Minuten Lesezeit

Die Türkei ist ein sehr beliebtes Reiseziel für viele Deutsche. Vor zwei Jahren änderte sich das schlagartig, als ein Militärputsch stattfand; Touristen entschieden sich für andere Urlaubsziele, wodurch der Tourismus in der Türkei einen erheblichen Rückgang erlitt.

Nach dem Putschveruch ist die Türkei jetzt wieder populär. Dies ist vor allem auf das angenehme Klima, die Strände und die Sehenswürdigkeiten zurückzuführen. Viele Touristen besuchen die türkische Küste. Österreicher/-innen müssen für Ihre Reise ein Visum für die Türkei beantragen und das österreichische Außenministerium meldet auf seiner Website über die Türkei, dass „Visa für Tourismus und Geschäftsreisen bereits vor Reisebeginn beantragt und ausgedruckt werden müssen“ Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Empfehlungen, die Reisende befolgen sollten, um sicher (mit Kindern) durch die Türkei reisen zu können.

Istanbul vom Wasser ausIstanbul vom Wasser aus, Türkei

Wie sicher ist die Türkei?

Die Türkei ist heutzutage relativ sicher, und das Außenministerium gibt keine Reisewarnungen für die Türkei ab. Das bedeutet, dass man wieder unbesorgt in die türkischen Badeorte fahren kann. Eine Reisewarnung wird nur dann ausgegeben, wenn ein so hohes Sicherheitsrisiko besteht, dass mit lebensbedrohende Situationen gerechnet werden muss.

In weiten Teilen der Türkei können Sie Urlaub machen, denn bekannte Badeorte wie Alanya und Antalya sind wieder sicher. Diese Gebieter empfangen wieder viele Besuche, auch weil Ferienhotels für eine erhöhte Sicherheit der Gäste gesorgt haben - die meisten Unterkünfte verfügen jetzt über eigenes Sicherheitspersonal.

Das Außenministerium hat jedoch eine Reihe von Empfehlungen abgegeben, darunter auch den Rat, sich nicht in großen Gruppen an öffentlichen Orten aufzuhalten, da dies von den türkischen Behörden unter Umständen als Demonstration angesehen werden könnte. Derartige Versammlungen sind in der Türkei noch immer verboten.

Außerdem ist aus Berichten ersichtlich, dass es sehr empfehlenswert ist, sich auf den sozialen Medien nicht zu Themen der türkischen Politik zu äußern. Den Reisenden wird daher empfohlen, auf politische Meinungsäußerungen zu verzichten, und stattdessen alles zu genießen, was die Türkei zu bieten hat.

Risikogebiete

Die Türkei liegt an der Grenze zu Syrien, weshalb Touristen manchmal an ihrer eigenen Sicherheit zweifeln. Die meisten türkischen Urlaubsziele liegen weit entfernt von Syrien und dem Südosten der Türkei, welche beide als unsichere Gebiete gelten; dies ist zum Teil auf den Bürgerkrieg in Syrien zurückzuführen. Darüber hinaus sind Touristen gut daran beraten, die Grenzgebiete zum Irak unbedingt zu meiden, da die türkisch-irakische Grenze allgemein als sehr gefährlich gilt.

Sicher auf Reisen

Planen Sie Ihre Reise in die Türkei sorgfältig. Es ist wichtig, die richtigen Informationen über den Stand der Dinge im Reiseland zu erhalten; überprüfen Sie daher vor der Abreise immer die Website des Außenministeriums (Österreich) oder des Auswärtigen Amts (Deutschland). Reisehinweise werden auf dieser Website täglich aktualisiert, so dass Reisende stets die aktuellsten Informationen zur Verfügung gestellt bekommen.

Empfehlungen

In der Türkei gilt seit dem 21. Juli 2016 noch immer der Ausnahmezustand. Es gibt regelmäßige politische Demonstrationen im Land, die zu Gewalt führen können; diese Demonstrationen finden hauptsächlich in den großen Städten statt. Die Polizei greift hart durch, vermeiden Sie daher unbedingt alle Versammlungen und Demonstrationen. Erkundigen Sie sich an der Hotelrezeption nach weiteren Informationen.

Darüber hinaus haben die türkischen Sicherheitsbehörden während des Ausnahmezustands zusätzliche Befugnisse, um Verdächtige zu verhören. Deutsche oder Österreicher/-innen mit türkischer Staatsangehörigkeit gelten während ihrer Reise und ihrem Aufenthalt in der Türkei als türkische Staatsbürger, weswegen sie mit Verhören und Gerichtsverfahren konfrontiert werden können. Es kommt vor, dass Touristen inhaftiert werden, oder ein Ausreiseverbot verhängt bekommen. Es ist nicht immer möglich, Rechtshilfe zu erhalten.

Die deutsche oder österreichische Botschaft wird nicht immer informiert, wenn ein deutsch-türkischer oder österreichisch-türkischer Reisender festgenommen wird. Bleiben Sie also überall in der Türkei wachsam.

Empfehlungen für Reisen in die Türkei mit Kindern

Beide Elternteile müssen eine Erlaubnis für die Reise von Kindern in die Türkei erteilen. Auf diese Weise können alleinerziehende Eltern oder Großväter und Großmütter den deutschen oder österreichischen und türkischen Behörden beweisen, dass beide Eltern mit den Reiseplänen des Kindes einverstanden sind. Dies soll mögliche Verschleppungen verhindern. In Deutschland und der Türkei unterliegen alleinreisende Eltern strengen Kontrollen, und die türkische Polizei kann jederzeit von solchen Reisenden Beweise bezüglich des Kindes verlangen. Das türkische Konsulat empfiehlt alleinreisenden Eltern, ihre Einwilligungserklärung immer bei sich zu führen.

Türkisches Visum

Alle Österreicher/-innen benötigen ein Visum, welches man einfach online beantragen kann. Alle österreichischen Touristen und Geschäftsreisende unterliegen in der Türkei einer Visumspflicht; dies trifft auch auf minderjährige Kinder zu, die ein eigenes Visum besitzen müssen. Ohne ein gültiges Visum wird man bei der Passkontrolle am Grenzübergang vom türkischen Einwanderungsdienst angehalten, und die Einreise wird verweigert.

Die Beantragung eines Visums dauert nur wenige Minuten. Es ist möglich, mehrere Personen zu einem Antrag hinzuzufügen, jedoch muss die Bezahlung für jede Person einzeln erfolgen. Das Visum kostet 29,95 € pro Person. Wenn Sie dringend ein Visum für die Türkei benötigen, stellen Sie dann einen Eilantrag . In den meisten Fällen werden Eilanträge bereits innerhalb von 14 Minuten bearbeitet.

Drucken Sie das E-Visum aus und nehmen Sie es mit in die Türkei. Sie können das Visum bei der Passkontrolle auch digital auf Ihrem Telefon oder Tablet anzeigen.