Myanmar kämpft mit den Folgen der Coronapandemie und der politischen Instabilität, die nach der Machtübernahme durch das Militär am 1. Februar 2021 entstanden ist. Offiziell sind Reisen nach Myanmar wieder möglich, aber Touristenvisa werden noch nicht erteilt. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die aktuelle Lage im Land bezüglich des Coronavirus (Covid-19) und die Folgen für Ihre Reisepläne. Dieser Artikel ist am 03.05.2022 zuletzt aktualisiert.

Das Coronavirus (Covid-19) in Myanmar

Zu Beginn des Jahres 2021 meldete Myanmar nur wenige Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Dies kam unter anderem dadurch, dass nach dem Staatsstreich am 1. Februar nur wenige Tests abgenommen wurden. Im Laufe des Jahres wurde wieder vermehrt getestet und auch die Infektionszahlen stiegen schnell. Im Juli wurden 140.000 Coronaneuinfektionen gemeldet, wonach die Zahlen wieder allmählich zurückliefen. Seit diesem Hochpunkt blieben die Infektionszahlen, trotz der Ausbreitung der Omikron-Variante, relativ niedrig. Das Impfprogramm Myanmars läuft seit dem Sommer 2021 auf Hochtouren. Mittlerweile sind 50 Millionen Impfungen im Land mit 55 Millionen Einwohnern verabreicht worden.

Myanmar hat unterschiedliche Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus ergriffen. So ist es seit Mai 2020 für alle Menschen verpflichtend, an öffentlichen Orten eine Mundschutz-Maske zu tragen. Viele Restaurants bleiben noch immer geschlossen und mehrere Einkaufszentren fragen Ihre Besucher-/innen, sich vorab anzumelden. Bei Reisen innerhalb des Landes gelten häufig Gebiets-spezifische Regeln. Es kann z. B. vorkommen, dass für Reisen in ein bestimmtes Gebiet ein Coronatest notwendig ist, oder dass Reisende bei der Ankunft in Quarantäne müssen.

In Myanmar sind die Corona-Infektionszahlen auf einem niedrigen NiveauCorona (Covid-19) in Myanmar: Die Infektionszahlen sind seit dem Sommer rückläufig.

Die politische Situation in Myanmar

Seit der Machtübernahme durch das Militär am 1. Februar 2021 herrscht in Myanmar der Ausnahmezustand, mit großen Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Unter anderem Banken, der öffentliche Verkehr und die medizinische Versorgung sind davon betroffen. Außerdem kommt es regelmäßig zu Störungen im Telefon- und Internetverkehr. In Teilen des Landes gilt eine Ausgangssperre von 20:00/22:00 bis 04:00.

Myanmar ist weiterhin der Schauplatz von teilweise gewalttätigen Konflikten, bei denen regelmäßig Schusswaffen und Sprengkörper zum Einsatz kommen. Deswegen raten das Auswärtige Amt und die meisten europäischen Behörden von Reisen nach Myanmar ab. Europäischen Bürgern, die sich derzeit in Myanmar aufhalten, wird empfohlen, das Land so schnell wie möglich zu verlassen.

Einreisemöglichkeiten nach Myanmar

Wegen der positiven Entwicklung der Corona-Infektionszahlen und Impfungen in Myanmar hat die Regierung beschlossen, die Grenzen für internationale Reisende zu öffnen. Personen, die aus dem Ausland nach Myanmar reisen möchten, müssen über den Yangon International Airport (RGN) einreisen. Es ist jedoch noch nicht möglich, ein Touristenvisum für Myanmar zu beantragen, weshalb momentan nur wenige kommerzielle Flüge Myanmar anfliegen.

Nur in Ausnahmesituationen ist es möglich, ein Visum für Myanmar zu erhalten. Das gilt z. B. für dringende Missionen der Vereinten Nationen oder für offizielle diplomatische Staatsbesuche. In diesen Ausnahmefällen sollten Reisende vor der Abreise einen Antrag bei der Botschaft Myanmars einreichen. Wer unter diesen Bedingungen nach Myanmar reisen möchte, muss vollständig geimpft sein und das negative Resultat eines PCR-Tests für Corona vorweisen können, der nicht mehr als 72 Stunden vor der Abreise abgenommen wurde. Außerdem müssen Reisende eine spezielle Coronaversicherung abschließen und eine Gesundheitserklärung ausfüllen.

Nach der Ankunft in Myanmar sind Reisende verpflichtet, sich auf dem Flughafen auf Covid-19 testen zu lassen. Reisende müssen für die Kosten hiervon selbst aufkommen. Wenn das Testergebnis negativ ist, dürfen Reisende den Flughafen verlassen und können sie frei durch Myanmar reisen.

Visumantrag für die Einreise nach Myanmar

Auch wenn die Grenzen Myanmars offiziell geöffnet sind, ist es im Moment nur in Ausnahmesituationen möglich, das Visum Myanmar zu erhalten. Touristenvisa werden derzeit noch nicht erteilt. Nur in Ausnahmefällen kann man bereits jetzt eine Reisegenehmigung erhalten. Hierfür müssen Reisende Kontakt mit der Botschaft von Myanmar aufnehmen.

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Ausreise aus Myanmar

Das Auswärtige Amt empfiehlt deutschen Staatsbürgern in Myanmar, in Zusammenhang mit dem Staatsstreich, so schnell wie möglich nach Deutschland zurückzukehren. Kommerzielle Fluggesellschaften bieten noch immer regelmäßig internationale Flüge aus Myanmar an. Häufig geht es hierbei um regionale Fluggesellschaften, mit Destinationen wie z. B. Singapur oder Bangkok. Diese Flüge kann man meistens nicht online buchen, sondern man muss sie direkt über die betreffende Fluggesellschaft oder ein Reisebüro buchen. Drucken Sie alle benötigten Dokumente vor dem Antreten der Reise aus, denn das WLAN am Flughafen von Rangoon ist schlecht. Falls Sie das Land nicht verlassen wollen oder können, ist es ratsam, die örtlichen Regeln rundum Covid-19 genau im Auge zu behalten und zu befolgen. Myanmar verhängt manchmal schwere Strafen, wenn Corona-Vorschriften nicht eingehalten werden.

Für die Rückreise nach Deutschland müssen Reisende generell einen Covid-19-Nachweis mit sich führen. Dies bedeutet, dass Personen ab 12 Jahren einen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfnachweis besitzen müssen. Im Falle des Testnachweises ist ein PCR- oder Antigentest erforderlich. Der PCR-Test darf zum Abreisezeitpunkt nicht älter als 48 Stunden sein, während der Antigentest zum Einreisezeitpunkt nicht älter als 48 Stunden sein darf. Myanmar gilt laut dem Auswärtigen Amt nicht als Risikogebiet in Hinsicht auf das Coronavirus, weswegen eine Einreiseanmeldung oder Quarantäne nicht verpflichtend ist.

Für die Rückreise nach Österreich hantiert die Regierung, wie in Deutschland auch, die 3-G-Regelung. Dies beinhaltet, dass Einreisende ab 12 Jahren einen Impf- oder Genesenen- oder Testnachweis besitzen müssen. Der Testzeitpunkt eines PCR-Tests darf im Moment der Einreise höchstens 72 Stunden zurückliegen und im Falle eines Antigentests höchstens 24 Stunden. Reisende, die die 3-G-Vorschriften nicht erfüllen, müssen vor der Einreise eine Registrierung zur Pre-Travel-Clearance durchführen.

Bei der Einreise in die Schweiz gelten keine besonderen Corona-Vorschriften.

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