Artikel aus der Rubrik "Aktuelles" | | 01.10.2019 | ±4 Minuten Lesezeit

Die USA haben Kenia auf eine Liste von Ländern gesetzt, in denen es häufig zu Entführungen kommt. Kenia hat in letzter Zeit Schwierigkeiten mit seinem Tourismussektor, da regelmäßig Warnungen für das Land veröffentlicht werden.

Nach Angaben des US-Außenministeriums finden in Kenia regelmäßig Entführungen und Geiselnahmen durch Kriminelle und Terroristen statt. Insgesamt 35 Länder wurden in die Liste mit Ländern aufgenommen, in denen die Gefahr besteht, dass Touristen entführt werden. Der Reisehinweis des niederländischen Außenministeriums ist unverändert geblieben. Wir haben untersucht, wie sicher Kenia ist.

Entführungen in Afrika

Insgesamt haben die Vereinigten Staaten 35 Länder in eine Liste mit Ländern aufgenommen, in denen Entführungen häufig vorkommen. Die Vereinigten Staaten waren eine wichtige Einnahmequelle des ausländischen Tourismus in Kenia.

Andere Länder, die auf der Entführungsliste stehen, sind die afrikanischen Länder Tansania, Ruanda und Burundi. Nach Angaben des US-Außenministeriums sind Reisen in diese Länder nicht sicher.

In letzter Zeit wurden regelmäßig ausländische Reisende in Kenia entführt. Beispielsweise wurde die italienische Freiwillige Silvia Constanca Romano immer noch nicht gefunden. Sie wurde am 20. November 2018 in der Region Kilifi entführt. Ausländische Reisende werden häufig für Tausende von Dollar als Lösegeld entführt.

Reisehinweise des niederländischen Außenministeriums für Kenia

Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums ist nicht nur die Gefahr von Entführungen in Kenia hoch, sondern es kommt auch regelmäßig zu Terroranschlägen. Diese ereignen sich hauptsächlich an der Küste und in großen Städten wie Nairobi und Mombasa.

Außerdem wird auf der Website des Außenministeriums eine Karte mit roten Bereichen angezeigt. Reisende sollten diese Gebiete vermeiden. Das Gebiet erstreckt sich von Mandera im Norden bis Lamu im Süden. In dem Gebiet, in dem die italienische Freiwillige entführt wurde, gibt das niederländische Ministerium erhöhte Sicherheitsrisiken an.

Reisenden wird empfohlen, in ganz Kenia wachsam zu sein. Reisende sollten die Stadtteile Mandera, Garissa und Wajir meiden (mit Ausnahme des Flughafens). Das Festland von Lamu und Kiwayu sollte ebenfalls besser gemieden werden. Reisen Sie außerdem nicht in den Nordosten Kenias oder in Grenzgebiete zu Somalia.

In den Grenzgebieten zu Somalia finden nämlich viele (bewaffnete) Raubüberfälle und Entführungen statt. Auch Autos unter Polizeischutz können ausgeraubt werden. Insbesondere ausländische Touristen sind häufig Opfer von Entführungen. Wenn man sich in einem dieser Gebiete aufhält, empfiehlt die niederländische Regierung dringend, diese Gebiete zu verlassen. Es ist dort nicht sicher.

Darüber hinaus gelten die Gebiete Lamu und Manda, Marsabit, Moyale und der Norden von Malindi als gefährlich. Vermeiden Sie außerdem die Stadtteile Changamwe, Majengo und Kisuani in Mombasa. Reisen Sie in Nairobi nur, wenn dies wirklich notwendig ist, durch die Stadtteile Eastleigh, Pangani und die Slums. Es besteht eine große Entführungsgefahr.

Beobachten Sie die Entwicklungen in der Region. Gehen Sie nach Sonnenuntergang nicht auf die Straße und gehen Sie nicht alleine. Vermeiden Sie Slums und benutzen Sie keine Stadtbusse. Verwenden Sie nur zuverlässige Taxis, die über das Hotel gebucht werden können. Reisen Sie nicht abends und nehmen Sie genug Geld mit. Im Falle eines bewaffneten Raubüberfalls oder einer Entführung sollte man keinen Widerstand leisten. Die Räuber können sich sogar als Polizisten verkleiden.

Entführung beinhaltet oft den Konsum von Drogen. Also bitte immer wachsam sein.

Visum für Kenia beantragen

In einigen Gegenden ist es daher nicht sicher, nach Kenia zu reisen. In anderen Bereichen bestehen in geringerem Maße Sicherheitsrisiken. Deutsche und österreichische Reisende können jedoch nach Kenia reisen. Die Beantragung eines Kenia-Visums kann innerhalb von fünf Minuten abgeschlossen werden und kostet 74,95 € pro Person.

Visabedingungen

Alle deutschen und österreichischen Reisenden, die nach Kenia reisen, müssen im Besitz eines Visums sein. Dieses Visum muss vor der Abreise beantragt werden. Das Kenia-Visum ist eine elektronische Reisegenehmigung, mit der man in das Land einreisen darf. Ohne diese Erlaubnis werden sie nicht ins Land gelassen.

Mit dem Visum können Sie sich maximal 90 Tage im Land aufhalten. Das Kenia-Visum ist für geschäftliche und touristische Zwecke erhältlich.

Für das Kenia-Visum gelten auch noch andere Bedingungen. Alle Reisenden - auch Kinder - müssen einen eigenen Reisepass mit mindestens einer leeren Seite haben. Darüber hinaus gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Orten, an denen Reisende an- und abreisen können. Es ist wichtig, dass eine Buchungsbestätigung für den Rückflug, die Unterkunft oder eventuell ein Einladungsschreiben eines kenianischen Reisenden vorgelegt wird.

Eilantrag

Für Kinder bis zum Alter von 15 Jahren, die mit ihren Eltern nach Kenia reisen, ist kein Visum erforderlich. In anderen Fällen, außer bei einem Transit, ist ein Kenia-Visum erforderlich. Es ist möglich, einen Eilantrag auf ein Visum für Kenia zu stellen. Hierfür wird ein Aufpreis pro Person erhoben. Es gibt keine Garantie für Lieferzeiten.