Artikel aus der Rubrik „Aktuell“ | | 13.12.2021 | ±3 Minuten Lesezeit

Die sri-lankische Regierung hat Änderungen an der inländischen Coronamaßnahmen durchgeführt. Bereits seit Anfang 2021 dürfen Reisende mit einem Visum nach Sri Lanka einreisen.

Lockerungen und Einschränkungen

Die sri-lankische Regierung hat sowohl Lockerungen als auch weitere Einschränkungen der Coronavorschriften eingeführt. Seit kurzem dürfen mehr Menschen an Veranstaltungen wie Hochzeiten teilnehmen und auch die Restaurants dürfen mehr Gäste bedienen. Die Lockerungen kommen zu einem überraschenden Zeitpunkt. Obwohl die Zahl der Infektionen und Todesfälle in Sri Lanka seit Monaten rückläufig ist, sind die Zahlen in letzter Zeit wieder angestiegen. Im Oktober lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch bei 500, aber seit Ende November meldet Sri Lanka fast 800 Neuinfektionen pro Tag. Diese Zahlen geben jedoch kein vollständiges Bild wieder, da nicht genügend Tests durchgeführt werden.

Gleichzeitig hat die Regierung das Verbot von öffentlichen Versammlungen verlängert. Jetzt ist eine Sondergenehmigung der Regierung erforderlich. Kritiker behaupten, dieses Verbot solle Proteste gegen die Regierungspolitik verhindern. In Sri Lanka kommt es wegen der Politik der Regierung in Bezug auf künstlichen Dünger zu großen Protesten der Landwirte.

Reiseverbot für sechs afrikanische Länder

Wegen der Omikron-Variante hat Sri Lanka auch ein Reiseverbot für Reisende aus 6 afrikanischen Ländern eingeführt. Dies sind Südafrika, Botsuana, Simbabwe, Eswatini, Namibia und Lesotho. Seit dem 28. November dürfen Reisende aus diesen Ländern nicht mehr nach Sri Lanka einreisen. Dies gilt auch für vollständig geimpfte Reisende und Reisende mit einem gültigen Visum. Die Regierung hat noch nicht mitgeteilt, wann Reisende aus diesen Ländern wieder in Sri Lanka willkommen sein werden.

Am 3. Dezember meldete Sri Lanka den ersten offiziellen Fall der Omikron-Variante des Coronavirus. Es handelte sich um einen zurückgekehrten Reisenden aus Nigeria.

In Sri Lanka gibt es über Weihnachten keine Ausgangssperre

Ein Sprecher der sri-lankischen Regierung erklärte, dass es keine Pläne für eine weitere Ausgangssperre aufgrund der Omikron-Variante gibt und dass die Einwohner des Landes ein ‘lockdownfreies Weihnachten’ haben werden. Nach Angaben der Regierung ist dies aufgrund der hohen Durchimpfungsrate im Lande möglich. 85 Prozent der berechtigten Bevölkerung sind geimpft worden. Sri Lanka führt nun auch Auffrischungsimpfungen für Einwohner ab 60 Jahren und für Beschäftigte im Gesundheitswesen durch.

Regeln für Reisende nach Sri Lanka

Abgesehen von dem Reiseverbot für die sechs afrikanischen Länder hat die sri-lankische Regierung keine weiteren Einschränkungen für Touristen, die mit einem Visum nach Sri Lanka reisen, angekündigt. Derzeit können sowohl vollständig geimpfte als auch nicht vollständig geimpfte Personen nach Sri Lanka reisen. Vollständig geimpfte Reisende müssen sich bis zu 72 Stunden vor der Abreise einem PCR-Test unterziehen. Bei ihrer Ankunft in Sri Lanka brauchen sie sich weder einem PCR-Test noch einer Quarantäne zu unterziehen. Sie müssen eine offizielle Impfbescheinigung vorlegen und eine Gesundheitserklärung ausfüllen.

Reisende, die nicht vollständig geimpft sind, müssen sich bei ihrer Ankunft einer obligatorischen Quarantäne unterziehen. Diese Quarantäne dauert 7 Tage.

Visum ebenfalls obligatorisch

Für die Einreise nach Sri Lanka ist weiterhin ein gültiges Touristenvisum erforderlich. Um das Visum zu beantragen, muss man bereits ein Hotel gebucht haben, das von der sri-lankischen Regierung als Safe and Secure hotel level 1 zertifiziert ist. Außerdem muss man während des Aufenthalts in Sri Lanka jeden Monat 12 US-Dollar für eine von der sri-lankischen Behörden vermittelte Covid-19-Versicherung bezahlen.

Das Visum Sri Lanka wird online über das digitale Antragsformular beantragt. Das Visum ist für einen Aufenthalt von 30 Tagen gültig und kann einmal auf 90 Tage verlängert werden.