Sri Lanka hat schon mehrmals angekündigt, dass es ein befristetes kostenloses Visum für bestimmte Staatsangehörige einführen möchte. Vergangene Woche hat der Ministerrat die Pläne angenommen. Der Vorschlag wird jetzt dem Parlament vorgelegt. Ob das Visum tatsächlich kostenlos wird, ist noch unklar. Vorerst kann das Visum nur gegen Bezahlung beantragt werden.
Der Plan liegt schon geraume Zeit vor
Am 30. März 2026 hat der sri-lankische Ministerrat einen Gesetzesentwurf verabschiedet. Dieser sieht vor, dass für 40 Staatsangehörigkeiten ein kostenloses Visum eingeführt werden soll. Dem Außen- und Tourismusminister zufolge soll das Parlament den Entwurf im April verabschieden. Ob und ab wann das kostenlose Visum tatsächlich eingeführt wird, ist also noch unklar. Im Juli 2025 gab es bereits Pläne, die ETA Sri Lanka für manche Staatsangehörigkeiten kostenlos anzubieten, aber diese Pläne wurden bisher nicht umgesetzt.
Welche Staatsangehörigen können das kostenlose Visum verwenden?
Laut den Plänen der sri-lankischen Behörden können Staatsangehörige der folgenden Länder bald kostenlos einen Visumantrag stellen:
Australien, Bahrain, Belarus, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Indien, Indonesien, Iran, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kasachstan, Katar, Kuwait, Malaysia, Niederlande, Nepal, Neuseeland, Norwegen, Oman, Österreich, Pakistan, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Spanien, Thailand, Tschechien, Türkei, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Schweden, Schweiz, Südkorea.
Reisende aus China, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Russland und Thailand kommen jetzt bereits für ein kostenloses Visum infrage.
Visumpflicht bleibt bestehen
Sie sollten beachten, dass die Visumpflicht für Sri Lanka weiterhin gilt. Mit dem neuen Gesetzesentwurf bleibt die Beantragung eines Visums auch für die oben genannten Staatsangehörigkeiten verpflichtend. Sie kommen möglicherweise künftig für eine kostenlose ETA infrage. Sie müssen jedoch weiterhin ein Antragsformular ausfüllen und warten, bis das Visum erteilt wird. Deutsche, Österreicher/-innen und Schweizer/-innen können ihre ETA einfach über diese Website beantragen.
Visum Sri Lanka beantragen
Das elektronische Visum für Sri Lanka wird ETA genannt. Die ETA Sri Lanka kann einfach online beantragt werden. Auf VisumAntrag.de können Sie ein deutschsprachiges Formular verwenden. Die Beantragung besteht lediglich aus dem Ausfüllen des Antragsformulars. Sie brauchen keine Fotos oder Dokumente einzureichen. Die Bearbeitungsdauer für die ETA Sri Lanka beträgt im Durchschnitt 4 Tage. Sie können auch einen Eilantrag stellen. Eilanträge werden im Durchschnitt innerhalb von 30 Minuten genehmigt.
Die ETA Sri Lanka kann für einen Transit, eine Geschäftsreise oder einen Urlaub verwendet werden. Das Visum ist 180 Tage gültig, aber die erlaubte Aufenthaltsdauer beträgt 30 Tage. Hier erfahren Sie mehr über die Einreisebestimmungen und die Gültigkeitsdauer.
Gründe für die Einführung eines kostenlosen Visums
Die Einführung eines kostenlosen Visums würde zu Einnahmeverlusten für die sri-lankischen Behörden führen. Das kostenlose Visum würde Sri Lanka gleichzeitig jedoch zu einem beliebteren Ziel für ausländische Touristen machen. Das kostenlose Visum ist im Grunde also eine Fördermaßnahme für den Tourismussektor der Insel. Die sri-lankische Wirtschaft würde davon letztlich profitieren.
Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat zu einem starken Rückgang der Anzahl der Besucher in Sri Lanka geführt. Zwischen dem 1. und 25. März 2026 kamen 151.693 Besucher auf die Insel. Das entspricht einem Rückgang von 22 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr.
Gründe dafür sind die gestiegenen Ticketpreise und die gestrichenen Flüge zwischen Europa und Asien. Die ersten Monate des Jahres 2026, vor dem US-Angriff auf den Iran, waren für den Tourismussektor in Sri Lanka durchaus positiv. Die Behörden versuchen mit der Einführung eines kostenlosen Visums den Schaden für die sri-lankische Wirtschaft zu begrenzen. Es wird jedoch erwartet, dass die Entwicklungen im Krieg und die Ticketpreise entscheidende Faktoren bleiben.