Die kanadischen Behörden haben vorübergehende Maßnahmen getroffen, um ihre Einwohner vor Corona (Covid-19) zu schützen. Diese haben einen großen Einfluss auf Reisende, die mit einer eTA nach Kanada fliegen möchten. Die Beantragung einer eTA ist immer noch möglich, aber lesen Sie bitte zuerst auf dieser Seite, welche Einschränkungen Sie beachten sollten. Dieser Artikel wurde am 22. Juli 2021 aktualisiert.

Probleme aufgrund des Coronavirus in Kanada

Ab Ende Februar stieg die tágliche Infektionsrate in Kanada, aber jetzt scheint das Impfprogramm Früchte zu tragen und die Anzahl der Neuinfektionen zurückzugehen. Am 21. Juli war bei insgesamt 1.432.208 Kanadier/-innen Covid-19 festgestellt. Außerdem sind 26.473 Todesfälle als Folge von Covid-19 bekannt. Abgesehen von der weiteren Verbreitung des Coronavirus innerhalb Kanadas, wollen die Behörden neue Fälle vermeiden, indem sie die Einreische von ausländischen Reisenden beschränken.

Reisen mit einer eTA Kanada ist in vielen Situationen wegen Covid-19 nicht möglichIn vielen Situationen ist es aufgrund des Coronavirus (Covid-19) nicht möglich, mit einer eTA Kanada zu reisen.

Trotz Corona eine eTA Kanada beantragen

Da die eTA Kanada fünf Jahre gültig ist, können immer noch neue Anträge gestellt werden. Personen, die viel reisen, beantragen oft sofort eine neue eTA, wenn die alte abgelaufen ist. Das ist immer noch möglich. Auch in anderen Fällen ist es möglich, eine eTA Kanada zu beantragen. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit hat sich durch die Coronakrise nicht geändert. Auch wenn Sie noch nicht wissen, wann Sie nach Kanada reisen möchten, können Sie bereits eine eTA beantragen.

Die kanadische Regierung hat angekündigt, dass vollständig geimpfte US-Bürger ab dem 9. August und vollständig geimpfte Reisende aus anderen Ländern ab dem 7. September wieder ins Land einreisen, auch wenn sie keinen dringenden Grund für die Reise haben, wenn die Zahl der Infektionen in Kanada weiter niedrig bleibt. US-Bürger, die nach dem 8. August kanadisches Grundgebiet betreten wollen, müssen sowohl den Nachweis der ersten als auch der zweiten Impfung (bei Janssen nur ein Nachweis) in der ArriveCAN-App hochladen. Die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage vor der Einreise nach Kanada gesetzt worden sein. Wahrscheinlich werden dieselben Voraussetzungen ab dem 7. September für europäische Reisende gelten.

Bereits eine eTA für Ihre Reise nach Kanada beantragen

Einreiseverbot für Kanada auch für Reisende mit einer eTA

Momentan - also mindesetns bis zum 7. September - gilt das Einreiseverbot für alle Personen, die nach Kanada reisen möchten. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Auf der Seite mit spezifischen Informationen zu den Ausnahmen für das kanadische Einreiseverbot lesen Sie, ob Sie und Ihre Reisepläne dazu gehören. Das kanadische Einreiseverbot gilt auch für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige, die über eine gültige eTA Kanada verfügen. Das Einreiseverbot ist vorübergehender Art, aber seit dem 22. April 2021 dürfen Passagierflugzeuge aus Indien gar nicht mehr in Kanada landen. Dieses Flugverbot zwischen Kanada und Indien wird mindestens bis zum 21. August 2021, vielleicht aber auch länger, aufrecht bleiben.

Eine Zwischenlandung in Kanada für die Weiterreise in ein anderes Land ist derzeit möglich, sofern das Zielland die Einreise erlaubt. Auch hierfür muss eine eTA Kanada beantragt werden. Der Transitaufenthalt darf hierbei nicht länger als 24 Stunden dauern und muss der Weiterflug vom selben Flughafen aus erfolgen, auf dem der/die Reisende gelandet ist. Da der Terminal für internationale Reisen während des Transitaufenthalts nicht verlassen werden darf, darf kein Gepäck abgeholt werden, um es für einen Anschlussflug mitzunehmen. Ein Transit, bei dem der/die Reisende in Kanada die Nacht am Flughafen verbringen muss, ist ausschließlich in Toronto möglich. Auf den anderen Flughäfen, an denen ein Transit erlaubt ist (Montral, Calgary und Vancouver), muss der Weiterflug am selben Tag noch erfolgen.

Reisende, die sich in den letzten 14 Tagen in Europa aufgehalten haben, dürfen auch nicht in die USA reisen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel über Corona in den USA.

Ausnahmen vom Einreiseverbot

Personen, die einen wichtigen und unaufschiebbaren Grund haben, jetzt, während der Grenzschließung, doch nach Kanada zu reisen oder Verwandte in Kanada besuchen möchten, müssen zusätzlich zur eTA Kanada oder dem Visum auch per E-Mail (Webformular) um Zustimmung für die Reise beim kanadischen IRCC ansuchen. Alle Persoenen ab dem Alter von 5 Jahren, die mit so einer Ausnahmegenehmigung doch nach Kanada reisen darf, müssen beim Check-In einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf oder müssen im Zeitraum von 14 bis 90 Tage vor der Ankunft positiv auf Covid-19 getestet worden sein.

Alle Reisenden müssen sich über die ArriveCAN-App oder die offizielle Regierungswebsite von Kanada registreren und über diese App oder diese Website die ersten 3 Nächte in einem Quanrantänehotel aus der Liste der kanadischen Behörden buchen. Die Verpflichtung zur Buchung eines Quarantänehotels entfällt ab dem 6. Juli für Reisende, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Unter „Reisenden, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind", verstehen die kanadischen Behörden Personen, die mindestens 14 Tage vor der Reise die letzte Dosis für einen vollständigen Impfschutz von einem von der kanadischen Regierung zugelassenen Impfstoff (Moderna / Pfizer-BioNTech / AstraZeneca oder Janssen) erhalten haben. Bei der Einreise muss der Impfnachweis in englischer oder französischer Spracht auf Papier oder digital vorgewiesen werden.

Gesundheitscheck und Quarantäne

Beim Abflug nach Kanada führt die Fluggesellschaft beim Check-In für jede/-n Passagier/-in einen Basis-Gesundheitscheck durch. Passagiere mit Symptomen und Passagiere, denen in den 14 Tagen vor dem Abflug bereits das Boarding wegen Covid-19-Symptomen untersagt worden war, dürfen das Flugzeug nicht besteigen, außer wenn sie ein ärztliches Attest vorlegen können, aus dem hervorgeht, dass die Symptome, nicht die Folge von Corona sind. Nach der Ankunft müssen Reisende 14 Tage in Selbstisolierung (bei einem negativen Testresultat zuerst drei Tage in einem durch die kanadischen Behörden als Quarantänehotel zugelassenen Hotel und die folgenden 11 Tage in Selbstisolierung - bei einem positiven Testresultat die ganzen 14 Tage im Quarantänehotel) bleiben und für diese Selbstisolierung bei der Passkontrolle einen Quarantäneplan vorweisen können.

Am Ende der 14-tägigen Quarantäneperiode müssen Reisende einen Corona-Schnelltest (den Testkit erhalten sie von den kanadischen Behörden) ausführen. Wer sich nicht an seinen Quarantäneplan oder die Quarantäneverpflichtungen hält, riskiert hohe Geld- und/oder Haftstrafen und Ausweisung.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht

Personen, die innerhalb des Zeitraums von 14 bis 90 Tagen vor der Reise nachweislich mit Covid-19 infiziert waren, Diplomaten und andere Personen, die von Kanada dringend benötigte Waren oder Dienstleistungen liefern oder die im Rahmen ihrer Berufstätigkeit regelmäßig die Grenze überqueren müssen, sind ausgenommen von der Quarantänepflicht. Ab dem 6. Juli sind auch Personen von der Quarantänepflicht befreit, die mindestens 14 Tage vor der Abreise mit einem der Impfstoffe von Pfizer, Moderna, AstraZeneca oder Janssen vollständig geimpft worden sind. Allerdings müssen sie den Impfnachweis in der ArriveCAN-App hochladen und sich trotz der Impfung vor der Abreise und nach der Ankunft einem PCR-Test unterziehen. Mitreisende, nicht geimpfte Kinder bis zum Alter von 18 Jahren sind ebenfalls von der Quarantänepflicht befreit.

Vorerst bleibt jedoch die Voraussetzung bestehen, dass ein/-e Reisende/-r, der/die nicht Staatsangehörige/-r oder ständige/-r Einwohner/-in Kanadas ist, oder ein unmittelbare Familienmitglied einer solchen Person ist, zusätzlich zur eTA eine Ausnahmegenehmigung für die Reise benötigt. Und trotz der Befreiung von der Quarantänepflicht müssen diese Personen für den Fall, dass der/die Beamte/-in bei der Grenzkontrolle zum Schluss kommt, dass diese Person doch nicht die Voraussetzungen für die Befreiung von der Quarantänepflicht erfüllt, über einen Quarantäneplan verfügen.

Ausnahmen vom Einreiseverbot aus humanitären Gründen
Manchmal ist eine Ausnahme vom Einreiseverbot und eine Verkürzung der Quarantänepflicht aus humanitären Gründen möglich. Das ist vor allem dann der Fall, wenn ein/-e Reisende/-r für eine Beerdigung oder eine andere Lebenszeremonie einer nahestehenden Person nach Kanada reisen muss oder in den letzten Lebenstagen einer nahestehenden Person in Kanada anwesend sein möchte. Wenn jemand trotz der Quarantäneverpflichtung an einer Beerdigung teilnehmen oder in den letzten Lebenstagen eines geliebten Menschen anwesend sein móchte, muss er/sie das "Site Visit Authorization Form"-Formular von der kanadischen IRCC-Website herunterladen, ausfüllen und zusammen mit dem Antrag auf die Ausnahmeerlaubnis wieder hochladen.

Genauere Erläuterungen, unter welchen Umständen eine Einreise nach Kanada möglich ist und wann nicht, und was Sie tun müssen, um eine Ausnahme zu beantragen, finden Sie auf der Seite Ausnahmen auf das kanadische Einreiseverbot.

Moment, in dem Sie wieder nach Kanada reisen können

Es ist noch nicht bekannt, wann Reisen nach Kanada mit einer eTA wieder erlaubt sein werden, aber da die Infektionsrate noch erheblich ist, werden die Reisebeschränkungen und andere Corona-Maßnahmen mindestens noch bis zum 21. Juli in Kraft bleiben. Abgesehen vom Einreiseverbot haben auch Fluggesellschaften Maßnahmen ergriffen, die zum Teil weitreichender sind oder andere Fristen haben als das Einreiseverbot der kanadischen Behörden. Informieren Sie sich bitte über die Maßnahmen bei Ihrer Fluggesellschaft. Die Informationen auf dieser Seite werden ständig aktualisiert, sodass Sie neue verfügbare Informationen auch hier lesen können.

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Sie sind bereits in Kanada

Die deutschen Behörden geben an, dass eine sofortige Rückkehr nicht nötig ist. Halten Sie sich an die kanadischen AHA-Maßnahmen (Hygiene, Einschränkung unnötiger Reisen, Tragen eines Mund-/Nasenschutzes im öffentlichen Verkehr, wie in Flugzeugen, auf Flughäfen, in Zügen Bussen und auf Fähren, Einhalten eines Abstandes von 2 Metern und zu Hause bleiben bei Beschwerden oder wenn Sie zu einer Risikogruppe für eine schwere Erkrankung gehören) zur Eindämmung der Virusausbreitung. Die kanadischen Provinzen bauen die Covid-19-Maßnahmen Schritt für Schritt ab, das geschieht jedoch nicht im Gleichklang. Für Personen, die mit einer Ausnahmegenehmigung nach Kanada reisen, gelten einige zusätzliche Anforderungen, darunter die Verpflichtung, an öffentlichen Orten stets einen Mundschutz zu tragen und für die ersten 14 Tage nach der Ankunft in Kanada eine Liste aller Kontakte zu führen.

Der finanzielle Schaden durch Corona

Der durch das Coronavirus entstandene finanzielle Schaden beläuft sich auf mehrere Milliarden. Da nur wenige Versicherungsunternehmen über ausreichende Mittel verfügen, um für alle Schäden aufzukommen, ist noch nicht sicher, ob alle (Folge-)Schäden des kanadischen Einreiseverbots kompensiert werden. Informieren Sie sich bitte bei Ihrer Reiseversicherung, Ihrer Rücktrittsversicherung, Ihrer Fluggesellschaft, Ihrem Reisebüro oder Ihrem Reiseveranstalter. Die kanadischen Behörden erstatten keine Kosten für eTA-Reisegenehmigungen, die nicht verwendet werden können. Erteilte eTAs sind übrigens fünf Jahre lang gültig (oder bis zum Ende der Gültigkeit des Reisepasses), sodass sie auch für Reisen verwendet werden können, die erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Disclaimer: Corona ist ein schnell wachsendes Problem und die Folgen sind enorm. Aufgrund der schnellen Entwicklungen kann nicht garantiert werden, dass die Informationen in diesem Artikel jederzeit vollständig und aktuell sind. Dieser Artikel über Reisen mit einer eTA Kanada während und nach dem Corona-Ausbruch wird regelmäßig aktualisiert.