Der weltweite Ausbruch von Corona (Covid-19) hat einen großen Einfluss auf Reisen in die USA, auch für Reisende, die bereits ein ESTA haben. Auf dieser Seite lesen Sie alles über den aktuellen Stand sowie über die zu erwartenden Entwicklungen bezüglich Reisen in die USA mit einem ESTA und dem Coronavirus. Alle Informationen auf dieser Seite wurden am 1. April 2021 aktualisiert.

Corona-Fälle in den USA

Es gibt derzeit kein Land mit so vielen bestätigten Corona-Fällen wie die USA. Bis zum 1. April 2021 wurden 30.459.874 Fälle gemeldet. Außerdem sind in den USA 552.072 Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Seit Mitte Januar 2021 geht die Zahl der täglichen Neuinfektionen und vor allem der Todesfälle in den USA zurück.

Einschränkungen ESTA aufgrund des CoronavirusAufgrund des Coronavirus (Covid-19) sind Reisen in die USA mit einem ESTA nicht immer möglich

ESTA-Anträge werden noch genehmigt

Sie können trotz des Corona-Ausbruchs immer noch einen ESTA Antrag stellen. Anträge werden genauso schnell bearbeitet wie gewöhnlich. Da die genauen Reisepläne zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht bekannt sein müssen und ein ESTA zwei Jahre gültig ist, werden immer noch viele Anträge bearbeitet und genehmigt. Wenn Sie irgendwann in den nächsten zwei Jahren in die USA reisen möchten, können Sie einfach ein ESTA beantragen.

Jetzt sofort eine ESTA-Reisegenehmigung für die USA beantragen

Reisen in die USA mit einem ESTA trotz des Coronavirus

Alle erteilte ESTA-Genehmigungen bleiben vorerst bis zwei Jahre nach dem Tag der Erteilung gültig. Nur wenn der Reisepass, mit dem das ESTA verknüpft ist, abläuft, endet die Gültigkeit früher. Corona wird daran nichts ändern. Wenn Sie ein gültiges ESTA haben, bedeutet das jedoch nicht, dass Sie problemlos in die USA reisen können. Die US-Behörden haben einige Maßnahmen getroffen, um die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken. Dazu gehört ein vorübergehendes Einreiseverbot für Personen, die sich in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch die US-amerikanischen Behörden als Risikogebiet klassifiziert wurde.

Einreiseverbot USA

Die US-amerikanische Regierung schließt Reisende derzeit nicht wegen ihrer Staatsangehörigkeit aus, sondern aufgrund des Aufenthalts (oder Transits) in bestimmten Ländern, in den Wochen vor der Reise in die USA. Auch wenn sie ein gültiges ESTA haben, kann ihnen die Einreise in die USA wegen der Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus untersagt werden. Diese vorübergehende Maßnahme wird auch als Einreiseverbot („travel ban") bezeichnet. Das Einreiseverbot beinhaltet, dass Reisende, die sich in den 14 Tagen vor ihrer Abreise in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder in einem der unten genannten Länder aufgehalten haben, bis auf Weiteres nicht in die USA einreisen dürfen.

Wer sich in den letzten 14 Tagen in einem dieser Länder aufgehalten hat, fällt unter das Einreiseverbot der USA
DeutschlandÖsterreichSchweiz
NiederlandeBelgienChina
BrasilienDänemarkEstland
FinnlandFrankreichGriechenland
UngarnIslandIran
IrlandItalienLettland
LiechtensteinLitauenLuxemburg
MaltaNorwegenPolen
PortugalSlowakeiSlowenien
SpanienSchwedenTschechien
SüdafrikaVereinigtes Königreich*

* mit Ausnahme der überseeischen Gebiete außerhalb Europas

Ein Transit in den USA ist für Reisende, die in den 14 Tagen vor dem Transit in keinem Land der oben genannten Liste waren, weiterhin möglich. Sie können wie gewöhnlich ein ESTA beantragen und in den USA umsteigen. Reisende, die in den Bundesstaaten Massachusetts oder New York ankommen, müssen vor der Ankunft online ein Gesundheitsformular ausfüllen.

Seit dem 26. Januar 2021 müssen alle Reisenden, die älter als 2 Jahre sind und aufgrund einer Ausnahmeregelung doch in die USA reisen dürfen, ein negatives Testergebnis (ausgedruckt oder elektronisch) vorweisen, um für einen Flug in die Vereinigten Staaten einchecken zu können. Dieser Test darf nicht länger als 3 Tage vor dem Abflug abgenommen worden sein. Anstelle des PCR-Tests können Personen, die sich in den 90 Tagen vor der Einreise in die USA mit dem Coronavirus infiziert haben, auch einen Nachweis der Infektion und eine ärztliche Bestätigung vorlegen, dass diese Person wieder reisen darf. Darüber hinaus empfehlen die US-Gesundheitsbehörden allen Personen, die in den USA ankommen, dringend, sich mindestens 7 Tage lang in (häusliche) Quarantäne zu begeben und 3 bis 5 Tage nach der Ankunft einen Antigen- oder PCR-Test durchführen zu lassen. In einigen US-Bundesstaaten ist das für Reisende aus bestimmten Ländern sogar obligatorisch (z. B. im Bundesstaat New York für Reisende aus Großbritannien).

Ausnahmen vom Einreiseverbot

Ausnahmen vom Einreiseverbot der USA gelten für Einwohner/-innen der USA sowie für Personen mit der US-Staatsangehörigkeit und deren Kindern und Ehepartnern. Außerdem gilt eine Ausnahme für Eltern und Erziehungsberechtigte und (unverheiratete) Geschwistern von rechtmäßigen Einwohnern der USA und Personen mit der US-amerikanischen Staatsangehörigkeit unter 21 Jahren.

Darüber hinaus werden Ausnahmen gemacht für Personen, deren Reise in die USA laut der Einschätzung von Homeland Security im nationalen Interesse der USA liegt. Diese Ausnahmen gelten für Studenten, die mit einem F-1- oder M-1-Visum reisen, Journalist/-innen, Akademiker, Personen mit einem J-1-Visum, Personen, die für die vitale Infrastruktur der USA (Branchen wie die Landesverteidigung, Energieversorgung, Landwirtschaft oder im Gesundheitssektor) wichtige Dienstleistungen liefern und hochqualifizierte Personen, die aus humanitären Gründen oder im Zusammenhang mit der öffentlichen Gesundheit oder der nationalen Sicherheit der USA reisen.

Reisende, die ein Visum für einen der oben genannten Reisezwecke beantragen möchten und glauben, dass ihr Reisezweck für Amerika im nationalen Interesse liegt oder andere sehr dringende Gründe für Ihre Reise haben, sollten sich an das US-Konsulat wenden. Auch Reisende, die kein Visum, sondern nur ein ESTA benötigen, deren Reise in die USA jedoch im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten liegt oder die einen anderen sehr dringenden Grund für die Reise in die USA haben, können beim US-Konsulat eine Ausnahme vom Reiseverbot beantragen, indem Sie eine E-Mail mit Belegen für die Dringlichkeit der Reise in der Anlage an FrankfurtVisaInquiries@state.gov , ConsBerlin@state.gov oder ConsMunich@state.gov senden .

Annullierung von ESTAs

Falls die US-Einwanderungsbehörden vermuten, dass Sie sich nicht an das Einreiseverbot halten, wird Ihr ESTA annulliert. Sobald Sie sich wieder an die Vorschriften halten, können Sie ein neues ESTA beantragen. In Ausnahmefällen werden ESTAs zu Unrecht annulliert. Das kommt vor, wenn die Fluggesellschaft die US-Einwanderungsbehörden nicht korrekt mitgeteilt hat, dass ein Einwohner eines der oben genannten Länder seit mindestens 14 Tagen nicht mehr in diesem Land gewesen ist. Wenn Ihr ESTA zu Unrecht annulliert wurde, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrer Fluggesellschaft auf, erklären Sie, dass Sie nicht unter das Einreiseverbot fallen und fragen Sie Ihre Fluggesellschaft dies der RCLG mitzuteilen.

Moment, in dem Sie wieder sicher in die USA reisen können

Leider ist noch nicht bekannt, wann Urlaubs- oder Geschäftsreisen in die USA mit einem ESTA von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus wieder stattfinden können. Das aktuelle Einreiseverbot gilt auf unbestimmte Zeit. Es gibt Gerüchte, dass das Schengen-Einreiseverbot im Mai aufgehoben wird, aber diese wurden von den US-Behörden bisher noch nicht bestätigt. Behalten Sie diese Seite im Auge, um über die aktuellen Entwicklungen am Laufenden zu bleiben.

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Sie befinden sich bereits in den USA

Reisenden, die noch in den USA sind, wird empfohlen, einige Vorkehrungen zu treffen, um das Risiko einer Corona-Infektion zu verringern. Im Prinzip gelten für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige in den USA die gleichen Empfehlungen wie im eigenen Land. Achten Sie darüber hinaus auf die Empfehlungen der lokalen Behörden, die sich von einem US-Bundesstaat zum anderen unterscheiden können. Beachten Sie auf jeden Fall die folgenden Richtlinien, um das Risiko einer Corona-Infektion zu verringern:

  • Vermeiden Sie soziale Kontakte und besuchen Sie keine gesundheitlich vorbelasteten Personen
  • Halten Sie zwei Meter Abstand zu anderen Personen ein
  • Vermeiden Sie Händeschütteln, jeder kann das Coronavirus haben
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und lange (mindestens 20 Sekunden) mit Seife
  • Reinigen Sie Ihr Handy regelmäßig, auch Ihr Handy kann das Coronavirus verbreiten
  • Husten und Niesen Sie in die Armbeuge
  • Versuchen Sie, Ihr Gesicht so wenig wie möglich zu berühren
  • Verwenden Sie Papiertaschentücher
  • Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz, wenn es nicht möglich ist, genug Abstand zu halten

Bei der Rückreise aus den USA nach Deutschland müssen Sie sich bereits vor Ihrer Ankunft in Deutschland auf Corona testen lassen und auf der Website einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis Ihrer Anmeldung auf dieser Website mit sich führen. Nur bei einem negativen Testresultat dürfen Sie nach Deutschland reisen. Außerdem müssen Sie sich entweder 10 Tage in Heimquarantäne bleiben oder zumindest bis zu einem negativen Corona-Test, der frühestens 5 Tage nach der Einreise gemacht werden kann, da die USA derzeit als Risikogebiet eingestuft sind.

Wenn Sie die USA nicht rechtzeitig verlassen können (z. B. aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen, Krankheit oder Annullierung Ihres Fluges) und Ihr ESTA bald abläuft, können Sie eine Verlängerung Ihres Aufenthalts um weitere 30 Tage beantragen. Wenden Sie sich dafür bitte an die US-Einwanderungsbehörde (ein The U.S. Citizenship and Immigration Services Contact Center), einen der Grenzposten an einem Flughafen oder Straßengrenzübergang oder eine der sogenannten Deferred Inspection Sites.

Zurückfordern des finanziellen Verlusts des Coronavirus

Ein erteiltes ESTA für die USA bleibt trotz der Corona-Maßnahmen gültig. Erteilte Reisegenehmigungen und Visa können niemals reklamiert werden, auch nicht, wenn sie nicht verwendet werden (können). Sie haben nämlich ein gültiges ESTA erhalten und können damit auch in die USA reisen, wenn Sie auch in den 14 Tagen vor der Reise nicht in den Schengenländern, Großbritannien, Brasilien, China oder Südafrika gewesen sein dürfen. Viele Deutsche, Österreicher/-innen und Schweizer/-innen verfügen über eine Reise- und Reiserücktrittsversicherung. Viele Versicherungsunternehmen berufen sich jedoch auf die in vielen Versicherungsverträgen vorhandene Klausel für „höhere Gewalt“. Da die finanziellen Folgen von Corona so groß sind, verfügen viele Versicherer nicht über ausreichend Kapital, um alle Ansprüche für Flüge, Hotelaufenthalte und nicht genutzte ESTAs für die USA zu finanzieren.

Disclaimer: Dieser Artikel über die Folgen von Corona für Reisen mit einem ESTA wurde mit größtmöglicher Sorgfalt und aufgrund der verfügbaren Informationen erstellt. Für die bereitgestellten Inhalte wird jedoch keine Gewähr übernommen. In Anbetracht der Geschwindigkeit, mit der sich Corona verbreitet, kann nicht garantiert werden, dass dieser Artikel jederzeit die aktuellsten Informationen enthält.