Artikel aus der Rubrik "Aktuelles" | | 01.10.2019 | ±4 Minuten Lesezeit

Ist es möglich, ein ESTA für die USA zu beantragen, wenn man als deutscher oder österreichischer Reisender jemals Drogen konsumiert hat? Der Grund für die Frage ist die Tatsache, dass eine britische Touristin für zehn Jahre aus den Vereinigten Staaten abgeschoben wurde, nachdem eine SMS auf ihrem Telefon entdeckt wurde, in der sie zugab, Kokain konsumiert zu haben.

Die britische Touristin reiste im März mit ihrer Freundin nach Los Angeles, um zwei Monate in den USA zu bleiben. Das Ehepaar wurde daraufhin beim Zoll gestoppt, weil der Verdacht bestand, dass sie die Gültigkeitsdauer des Visums nicht eingehalten hatten. Als sich jedoch herausstellte, dass die Touristin Kokain konsumiert hatte, wurde das Visum widerrufen.

Was passierte?

Die britische Touristin und ihre Freundin reisten zusammen nach Los Angeles, um dort zwei Monate zu bleiben. Der US-Zoll stellte ihren Visumantrag in Frage und befürchtete, dass sie zu lange bleiben würden. Deshalb wurden sie nach ihren Plänen und Finanzen gefragt. Eine der beiden wurde nach einer Stunde freigelassen, während die andere ihre Tasche und ihr Telefon abgeben musste.

Dann wurde eine körperliche Untersuchung durchgeführt und sie wurde mit vier anderen Frauen in eine Zelle gebracht. Die Zollbehörden untersuchten ihr Telefon und fanden eine SMS, aus der hervorgeht, dass sie Kokain konsumiert hatte. Aufgrund dieser Beweise wurde ihr Visum widerrufen und sie durfte zehn Jahre lang nicht nach Amerika einreisen.

Warum Drogenkonsum zur Ablehnung von ESTA führte

Grundsätzlich ist der Konsum von Drogen kein Grund, ein ESTA für die USA abzulehnen. Das Problem liegt im Entwurf des ESTA-Systems. Antragsteller erhalten verschiedene Fragen, ob sie zum gegen ein Gesetz im Bezug auf Drogen verstoßen haben. Die Frage betrifft den Besitz, den Gebrauch oder die Auslieferung illegaler Drogen. Lautet die Antwort "Ja", wird der Antrag in der Regel sofort abgelehnt.

Wahrscheinlich gab die Tourist/-in "Nein" als Antwort. Infolgedessen wurde ihre ESTA aufgrund falscher Angaben genehmigt. Aber als sie in den USA war, stellte sich heraus, die Antwort hätte "Ja" sein müssen. Aus diesem Grund hatte die Grenzkontrolle das Gefühl, dass sie in ihrem Antrag gelogen hatte, was als Visumsbetrug eingestuft wurde. Aus diesem Grund wurde den ESTA-Antrag abgelehnt, und folgte eine Bestrafung. Sie durfte zehn Jahre lang nicht in die USA einreisen.

Nicht nur Textnachrichten, die auf Drogenkonsum hinweisen, können als Beweismittel gegen einen Reisenden verwendet werden, sondern auch Social-Media-Nachrichten können zum Widerruf des ESTA führen. Amerikanischen Anwälten zufolge muss es jedoch mehr Beweise als eine einfache Nachricht geben. Laut Anwälten läge der wahre Grund für die Verweigerung des Visums im Antrag selbst. Dies sind rechtliche Dokumente, sodass, wenn man Betrug begeht, mit schwerwiegenden Strafen gerechnet werden muss.

Falschangaben im ESTA Antrag

Ausländische Touristen sind über Falschangaben im Antragsformular besorgt. Experten zufolge wird die Behörde dies nicht herausfinden, aber wenn die Behörde Zweifel über den Antrag hat, kann es sein, dass weitere Informationen eingeholt werden. Seit 2018 darf der amerikanische Zoll alle persönlichen Gegenstände des Reisenden durchsuchen. Wie Taschen, aber auch Handys und andere elektronische Geräte wie Laptops. Außerdem müssen Reisende dem Zoll das Passwort mitteilen. Wenn sie sich weigern zu kooperieren, wird die Einreise sofort untersagt und das ESTA wird zurückgezogen.

Nach Ansicht amerikanischer Experten ist es ratsam, dass diejenigen, die bereits gegen ein Gesetz zum Gebrauch oder Vertrieb von Drogen verstoßen haben, vor der Beantragung einer ESTA einen Anwalt konsultieren. Es ist möglich, dass Reisende dadurch die Voraussetzungen verletzen.

Experten überlegten auch, ob Sie nicht besser Fotos und Videos von Handys entfernen sollten, bevor sie nach Amerika reisten. In der Praxis sieht es so aus, als würden solche Beweise häufig verwendet, um die Einreise zu verweigern. Reisende, die ein ESTA beantragen, können eine Ablehnung erhalten, wenn sich herausstellt, dass sie mit Drogen in Kontakt gekommen sind. Aus diesem Grund ist es wichtig zu beachten, welche Konsequenzen der Besitz bestimmter Fotos oder die Nutzung sozialer Medien für den Antrag auf ein ESTA haben können.

ESTA beantragen

Die Beantragung eines ESTA kann bequem online auf der Website VisumAntrag.de erfolgen. Das ESTA ist eine persönliche und obligatorische Reisegenehmigung für Reisen in die USA ohne Visum. Die Beantragung eines ESTA kostet 29,95 € pro Person und ist in wenigen Minuten erledigt. Sie können ein ESTA USA 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche beantragen. Es ist auch möglich, einen Gruppenantrag einzureichen. Der Vorgang dauert pro Reisenden nur ungefähr fünf Minuten.

Sie entrichten die Kosten bequem per Sofortüberweisung, Giropay, eps-Überweisung, PayPal oder Kreditkarte. Es dauert eine Weile, bis das ESTA ausgestellt wird. Reisen Sie heute oder morgen bereits in die USA? Dann ist es notwendig, einen Eilantrag zu stellen. Dieser wird in der Regel innerhalb von einer Stunde genehmigt. Nach der Erteilung erhält der Antragsteller eine Bestätigung per E-Mail. Es ist nicht erforderlich, die Bestätigung auszudrucken. Auch Eilanträgen können manchmal länger dauern. Beantragen Sie daher möglichst frühzeitig Ihr ESTA.