Artikel aus der Rubrik „Aktuell" | | 06.11.2020 | ±6 Minuten Lesezeit

Das Wetter hat einen großen Einfluss auf das Erlebnis einer Reise nach Indien. In Indiens Regenzeit, auch Monsun genannt, kann eine extreme Menge an Regen fallen. Menschen, die extreme Hitze nicht gut vertragen, sollten in bestimmten Monaten sicher nicht nach Indien reisen, da die Temperaturen dann auf über 40 Grad steigen können. Daher sollten Sie vor der Buchung einer Reise nachdenken, was für Sie die beste Reisezeit für Indien ist. Außerdem müssen Sie bereits vor der Abreise ein Visum Indien beantragen.

Die Jahreszeiten in Indien

Indien kennt eine Winter-, eine Sommer- und eine Monsun-Jahreszeit. Während des Winters - in den Monaten Dezember bis März - ist es in Indien im Allgemeinen trocken, und die Temperaturen liegen zwischen 20 und 30 Grad. In den Sommermonaten April und Mai können die Temperaturen hoch sein, im Norden Indiens sogar auf mehr als 40 °C steigen. Die Regenzeit in Nordindien fällt zwischen Juni und Oktober, im Süden Indiens fällt der meiste Niederschlag im Juni, Oktober und November. Während der Regenzeit kann es zu heftigen und lang anhaltenden Regenfällen, und als Folge davon in einigen Bundesstaaten zu Überschwemmungen kommen. Die Westküste und der Nordosten Indiens sind im Allgemeinen am stärksten vom Monsunregen betroffen.

Das Klima in Indien ist je nach Region unterschiedlich

Das indische Klima variiert von Region zu Region. Der Norden des Landes hat ein heißes, semiarides Klima, also ein heißes (halb-)trockenes oder Steppenklima, während an der Süd- und Westküste tropisches Klima herrscht. Aus diesem Grund treten im Norden des Landes im Verlauf des Jahres starke Temperaturschwankungen auf. In der Hauptstadt Neu-Delhi (die im Norden Indiens liegt) beträgt die Höchsttemperatur im Dezember und Januar im Durchschnitt bei etwa 22 Grad Celsius, während im Sommer tagsüber über 40 Grad Celsius auftreten. Im Süden Indiens und an der Westküste sind diese Schwankungen weniger ausgeprägt, und die Temperaturen sind das ganze Jahr über hoch, tagsüber normalerweise zwischen 30 und 37 Grad. Das Klima in der Himalaja-Region - in den Gebieten Ladakh, Jammu und Kaschmir im hohen Norden - unterscheidet sich vom übrigen Indien. Von November bis Juni fällt hier oft viel Schnee. Die Temperaturen liegen hier im Jahresverlauf zwischen -14 und 25 Grad Celsius.

Klimatabelle Nord-Indien (Neu-Delhi)

Monat
Durchschnittliche min. Temperatur in °C
Durchschnittliche min. Temperatur in °C
Durchschnittliche max. Temperatur in °C
Durchschnittliche max. Temperatur in °C
Durchschnittlicher Niederschlag in mm
Durchschnittlicher Niederschlag in mm
Januar9217
Februar112513
März17337
April23386
Mai294215
Juni314220
Juli293766
August283566
September263553
Oktober23342
November18291
Dezember12232

Klimatabelle Süd-Indien (Kerala)

Monat
Durchschnittliche min. Temperatur in °C
Durchschnittliche min. Temperatur in °C
Durchschnittliche max. Temperatur in °C
Durchschnittliche max. Temperatur in °C
Durchschnittlicher Niederschlag in mm
Durchschnittlicher Niederschlag in mm
Januar233110
Februar233211
vMärz253236
April263282
Mai273159
Juni2629134
Juli252965
August252954
September252973
Oktober2530130
November2530120
Dezember243033

Beste Reisezeit

Da Indien ein riesiges Land mit mehreren Klimazonen ist, kann kein Zeitraum genannt werden, der für das ganze Land die beste Reisezeit ist; diese hängt von der Region ab, die Sie besuchen möchten. Für den Norden des Landes sind Oktober bis März die besten Reisemonate, weil es dann wenig regnet und die Temperaturen erträglich bis angenehm sind. Wenn Sie im Süden Indiens reisen wollen, dann sollten Sie eine Zeit zwischen Dezember und Februar wählen. Für einen Aufenthalt an der Westküste Indiens, zum Beispiel in Mumbai oder Goa, sind Oktober bis Mai die besten Monate, weil es dann kaum Regen gibt.

Nicht nur das Gebiet, das Sie besuchen, sondern auch, was Sie in Indien unternehmen wollen, spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für eine bestimmte Reisezeit. Obwohl eine Reise in der Regenzeit im Allgemeinen nicht empfehlenswert ist, kann es für Naturliebhaber eine ausgezeichnete Idee sein, während des Monsuns nach Indien zu reisen, da die Landschaften dann am schönsten sind. Reisenden, die für eine Ayurveda-Behandlung nach Indien reisen, wird ebenfalls empfohlen, das in der Regenzeit zu tun, da die Luft dann feuchter und kühler ist, was die Aufnahme der verwendeten Kräuteröle durch die Haut erleichtert. Ein zusätzlicher Vorteil von Reisen in der Sommer- oder Regenzeit ist, dass dann weniger Touristen unterwegs sind als zwischen November und März. Für Bergwanderungen oder -besteigungen sind die Monate Juli bis Oktober am besten geeignet.

Visum Indien beantragen

Für eine Indien-Reise ist ein Visum erforderlich, das online beantragt werden kann. Das Land bietet derzeit (2020) drei verschiedene elektronische Visa Indien für Touristen an, mit einer Gültigkeit von entweder einem Monat, einem Jahr oder sogar fünf Jahren. Es ist im Allgemeinen nicht empfehlenswert, ein Visum für Indien mit einer Gültigkeit von einem Monat zu beantragen, da dieses Visum oft Probleme verursacht. Mit dem einjährigen Visum können Sie nach der Genehmigung des Antrags noch frei entscheiden, wann Sie innerhalb der Gültigkeitsdauer von einem Jahr in Indien einreisen möchten. Dadurch können Sie die Reise problemlos verschieben, wenn die Wetterbedingungen in der Region, die Sie besuchen möchten, in einem anderen Monat besser sind.

Sie können mit dem ein Jahr gültigen Touristenvisum innerhalb der Gültigkeitsdauer mehrmals nach Indien reisen, solange jeder einzelne Aufenthalt nicht länger als 90 Tage dauert. Daher können Sie mit demselben Visum mehrmals nach Indien zu reisen, um eine andere Region zu besuchen oder die gleiche Region zu einer anderen Jahreszeit nochmals zu erleben.